Beide wollen es machen. Armin Laschet und Markus Söder haben der Spitze der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gesagt, dass sie für die Nachfolge von Bundeskanzlerin Angela Merkel in den Wahlkampf ziehen wollen. Und während nun mit einer zügigen Festlegung zu rechnen ist, haben beide Parteichefs – der CDU-Vorsitzende Laschet und der CSU-Vorsitzende Söder – am Sonntagabend das Kopf-an-Kopf-Rennen in Interviews noch einmal vorangetrieben.

„Bisher nicht gehört“

Zunächst der Blick auf Laschet. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident zeigte – ungeachtet schlechter Umfragewerte für die Union – Zuversicht. Auf die Frage, ob er eine Mehrheit für seine Kandidatur im CDU-Präsidium habe, sagte Laschet im „Bild live“-Gespräch: „Da gehe ich mal von aus, aber wir werden das morgen sehen. Ich will dem nicht vorgreifen.“ Nach eigenem Bekunden kennt er niemanden im Präsidium, der ihn als Kandidaten ablehnt: „Ich habe das bisher nicht gehört.“

Nach der Klausurtagung der Fraktionsspitze am Sonntag: Armin Laschet, Fraktionschef Ralph Brinkhaus, CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt und Markus Söder (von links)

Laschet erklärte, dass es an diesem Montag keinen Beschluss, sondern nur ein Meinungsbild geben soll. Ihm wäre es am liebsten, wenn die Entscheidung von den Präsidien von CDU und CSU gemeinsam getroffen würde: „Traditionell gibt es immer am Ende einen gemeinsamen Beschluss der Präsidien. Das war bei jeder Bundestagswahl seit 1949 so und das würde ich mir auch dieses Mal wünschen.“

Nicht „auf Biegen und Brechen“

Und Söder? Der geht davon aus, dass die Wahl des Kanzlerkandidaten der Union so gut wie bevorsteht. „Ich denke, es ist in dieser Woche sogar möglich, eine Entscheidung gemeinschaftlich zu treffen“, erklärte der CSU-Vorsitzende im ZDF. Er betonte, dass beide Bewerber auch nach der Entscheidung in ihren Ämtern gut zusammenarbeiten müssten: „Eines ist klar, die beiden Parteivorsitzenden müssen auch nach dieser persönlichen Entscheidung am Ende…