Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat schnelle Gespräche mit dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder über die Kanzlerkandidatur der Union angekündigt. Nachdem sich CDU-Präsidium und -Parteivorstand mehrheitlich für Laschet als Kanzlerkandidaten der Union ausgesprochen hatten, gab der Parteichef in Berlin bekannt, er werde »recht bald am heutigen Tag mit Söder das Gespräch suchen«.

Auf Nachfrage betonte Laschet, dass dies nicht zwingend eine Entscheidung in der Kandidatenfrage an diesem Montag bedeuten muss. »Das muss nicht heute sein«, so der CDU-Chef, »aber es sollte sehr bald sein.«

»Eines war heute in unseren Gremien erkennbar, alle wollen eine schnelle Entscheidung«, sagte Laschet. Die Probleme seien so groß, dass man sich nicht länger mit Parteipolitik aufhalten könne.

Laschet betonte die Wichtigkeit der Pandemiebekämpfung. Er sprach sich nochmals für einen »Brückenlockdown« aus. Ein Bundesgesetz, wie es derzeit angestrebt werde, brauche Zeit. »Diese Zeit haben wir nicht«, sagte Laschet.

Laschet betonte in seiner Rede den Ernst der Lage. Das habe auch der Parteitag der AfD gezeigt. Er sage dieser Partei den Kampf an.

»Das war heute keine Vorentscheidung«

»Ich will ein modernes Deutschland«, sagte Laschet. »Wir wollen Millionen Menschen mit einer Einwanderungsgeschichte, die unsere Werte teilen, ebenfalls zu Wählerinnen und Wählern der Union machen«. Die Chance dazu sei jetzt so groß wie nie. Er wolle ein soziales Deutschland, in dem der Aufstieg durch Bildung gelingen könne.

Er habe mit Söder verabredet, dass sie dieses Verfahren gemeinsam durchstehen. Er habe sich sehr über die Unterstützung der CDU-Spitze für seine Kandidatur gefreut. Es sei aber noch keine Entscheidung gefallen. »Das war heute keine Vorentscheidung. Das war ein Meinungsbild«, sagte Laschet. Zugleich verwies er darauf, dass Söder am Sonntag selbst erklärt habe, dass er sich nach der Stimmung in der großen Schwesterpartei richten werde.