Zweiter Weltkrieg
Sturmgeschütz III – Hitlers tödlichster Panzer-Killer

Stug III in den Kämpfen um Charkow.

© Bundesarchiv / Commons

von Gernot Kramper

11.04.2021, 08:44 Uhr

Eigentlich sollte das Sturmgeschütz Bunker und MG-Nester bekämpfen. Doch es wurde zu einer gefürchteten Anti-Panzerwaffe. An der Entwicklung waren der Diktator Hitler und sein größter Stratege Erich von Manstein maßgeblich beteiligt.

Der erfolgreichste deutsche Panzer-Killer gehört nicht zu den beliebten Popstars des Panzerbaus. Das Sturmgeschütz III ist klein, unscheinbar und gerade darum besonders tödlich. Im deutschen System wurde das Stug III gar nicht als Kampfpanzer geführt. Es gehörte zur Sturmartillerie. Die Deutschen fassten ihre „echten“ Panzer in eigenen Verbänden zusammen, die losgelöst von der langsamen Infanterie schnelle Angriffe und tiefe Durchbrüche erreichen sollten.

Die Infanterieeinheiten bekamen fahrbare, eher leicht gepanzerte Kanonen, die ihnen helfen sollten, mit ihrer Feuerkraft gegnerische Stellungen und Bunker direkt zu bekämpfen. Sie hatten die klassische Rolle eines Begleitpanzers, wie man ihn schon im Ersten Weltkrieg genutzt hatte. David Willey Kurator des britischen Tank Museum beschreibt das so: „Mobile Artillerie, das war die Idee dabei. Eine Kanone, die man beim Vorstoß der Infanterie mitnehmen kann:“

Zweiter Weltkrieg

Sturmgeschütz III – kleines Fahrzeug mit mächtiger Kanone

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Kurze „Stummel“-Kanone 

In Deutschland griff General Erich von Manstein in den 1930ern diese Idee auf. Das Sturmgeschütz sollte Unterstände und MG-Nester direkt unter Feuer nehmen. Das war eine ganz andere Rolle, als die man für die echten Panzer vorgesehen hatte. Für das Geschütz nutzte man die Plattform des Panzer III – zu Beginn des Krieges war das der deutsche Standardkampfpanzer. Innerhalb…