SK und LG
Batterie-Hersteller beenden Rechtsstreit – VW begrüßt Deal

Ein Ladekabel an einem elektrisch betriebenen Passat. Foto: Michael Kappeler/dpa

© dpa-infocom GmbH

Elektroautobauer sind auf Batteriezulieferer angewiesen. Doch unter zwei Produzenten gab es einen Rechtsstreit, der die Fertigung zum Beispiel bei Volkswagen bedrohte. Nun soll alles beigelegt sein.

Die beiden südkoreanischen Autobatterie-Hersteller SK Innovation und LG Energy Solution haben in den USA einen potenziell folgenschweren Rechtsstreit für die Elektroauto-Produktion beigelegt.

Die Einigung in dem zwei Jahre langen Disput verkündeten beide Unternehmen am Sonntag. Die Muttergesellschaft von LG Energy Solution, LG Chem, hatte SK Innovation (SKI) im April 2019 in den USA wegen des Vorwurfs verklagt, Mitarbeiter abgeworben und Geschäftsgeheimnisse gestohlen zu haben.

Durch den Streit geriet zuletzt auch die Erfüllung von Lieferverträgen von Volkswagen und Ford mit SKI in Gefahr. Volkswagen hatte im November 2018 mit SKI einen weiteren Zulieferer für die Akkus von E-Autos gefunden. Volkswagen begrüßte die Einigung.

Beide südkoreanischen Unternehmen wollen den Angaben zufolge sämtliche Rechtsverfahren in Südkorea und anderen Ländern in Verbindung mit E-Auto-Batterien zurückzuziehen und die nächsten Jahre auf gegenseitige Klagen verzichten. SKI erklärte sich bereit, zwei Billionen Won (etwa 1,5 Milliarden Euro) in bar und an Lizenzgebühren an LG zu zahlen. Beide Unternehmen überzogen sich außerdem gegenseitig mit Patentklagen.

Südkoreas Handelsministerium begrüßte die Einigung beider Unternehmen, die kurz vor dem Inkrafttreten eines Importverbots in den USA für SKI-Produkte erfolgte. Der Chef der Volkswagen Group of America, Scott Keogh, zeigte sich erfreut, dass beide Batterielieferanten ihre Differenzen beigelegt haben. Nachdem die…