Finanzaufsicht
Gamestop- und AMC-Aktien: Bafin prüft Mitarbeitergeschäfte

Mit den Aktien des US-Spielehändlers Gamestop hatten Spekulanten und Kleinanleger Anfang des Jahres einen Spekulationskampf mit Hedgefonds ausgefochten. Foto: John Minchillo/AP/dpa

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Haben Mitarbeiter der deutschen Finanzaufsicht sich an Spekulationen mit US-Aktien beteiligt? Solche Geschäfte sind für Bafin-Beschäftigte eigentlich seit dem vergangenen Jahr untersagt.

Die Finanzaufsicht Bafin untersucht in zwei Fällen, ob Mitarbeiter unerlaubt spekulative Aktiengeschäfte getätigt haben. Die Geschäfte waren bei einer Untersuchung von Mitarbeitergeschäften mit Aktien der US-Unternehmen Gamestop und AMC Entertainment aufgefallen.

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Finanzexperten der Linken im Bundestag, Fabio de Masi, hervor. Darüber hatte zuvor das «Handelsblatt» berichtet.

Die Kurskapriolen des US-Videospielehändlers Gamstop hielten die Börsen über Wochen in Atem, ebenso die Spekulationen um Papiere der Kinokette AMC. Der Wert der Aktien hatte sich teils deutlich erhöht. Bei Gamestop etwa hatten Kleinanleger mit konzertierten Käufen Hedgefonds gezwungen, ihre Wetten auf einen Kursverfall der Papiere aufzulösen. Dies bescherte der Aktie teils deutliche Kursgewinne.

Die Bundesregierung verwies darauf, dass es sich bei Gamestop und AMC um US-amerikanische Unternehmen handele und Aktien dieser Unternehmen nicht dem Handelsverbot der Bafin für private Finanzgeschäfte unterliegen. Diese Unternehmen unterstünden auch nicht der Unternehmensaufsicht der Bafin.

In insgesamt zwei Fällen (zwei Personen) prüfe die Bafin, ob angezeigte private Finanzgeschäfte als spekulativ einzuordnen seien, heißt es in der Antwort des Finanzministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Dies wäre aus…