Der Zukunftsforscher John Naisbitt ist tot. Der US-Amerikaner, der in den 1980er-Jahren mit seinem Buch »Megatrends« seinen ersten Bestseller landete, starb am Donnerstag, wie seine Familie der Nachrichtenagentur dpa am Samstag bestätigte. Er sei im Alter von 92 in seiner österreichischen Wahlheimat in Velden am Wörthersee friedlich im Kreis seiner Familie eingeschlafen. Zuvor hatte die österreichische Presseagentur APA von Naisbitts Tod berichtet.

Naisbitt beriet US-Regierungen und prägte den Begriff »Globalisierung«. So schrieb er in dem Weltbestseller »Megatrends« unter anderem von der Globalisierung und von einem Wandel der Gesellschaft, die immer mehr auf Information statt auf Industrie aufbaue. Weitere Bestseller folgten. Ab Mitte der 1990er-Jahre richtete Naisbitt seinen Fokus auf den Aufstieg Asiens, insbesondere in China.

Naisbitt wurde 1929 in Utah geboren. Nach dem Politik-Studium an den Universitäten Cornell und Harvard arbeitete er für die Konzerne Kodak und IBM sowie für US-Regierungen im Bildungsbereich.

Seine Karriere als Trendforscher begann er mit einem Newsletter, für den er Zeitungsartikel aus den USA auswertete. Die Idee dazu sei ihm gekommen, als er an einem Kiosk in Chicago Zeitungen aus verschiedensten Teilen des Landes sah, sagte seine Frau Doris Naisbitt der dpa. »Als er die Headlines gelesen hat, hatte er vor seinem geistigen Auge ein Bild Amerikas.«