Forschungs-Projekt
Schweizer vergraben 2000 Unterhosen

Je löchriger die Unterhose, desto besser die Bodenqualität. Foto: Nicolas Zonvi/Agroscope/dpa

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Auf den ersten Blick klingt es kurios: Warum sollte man Unterwäsche vergraben? Dahinter steckt aber eine ernsthaftes Projekt zur Bodenqualität.

In der Schweiz soll landesweit weiße Unterwäsche in der Erde verschwinden. Zur Untersuchung der Bodenqualität verschickt die staatliche Forschungsstelle Agroscope dieser Tage 2000 Baumwollunterhosen an Gartenbesitzer und Bauern.

Die freiwilligen Studienteilnehmer erhalten jeweils zwei Stück, die im Boden vergraben werden. Danach wird untersucht, wie stark die Textilien von winzigen Lebewesen zersetzt wurden. «Das ist ein Indikator für Bodenqualität», sagte Projektleiter Marcel van der Heijden am Donnerstag.

In der Vergangenheit habe es unter anderem schon Versuche mit Unterhosen in Kanada gegeben, aber nicht in dieser Größenordnung, sagte der Ökologe der Deutschen Presse-Agentur. Bereits bekannt ist das Vergraben von Teebeuteln als Gradmesser für die Gesundheit des Erdreiches. Die Freiwilligen, die sich nach dem Aufruf von Agroscope gemeldet haben, sollen deshalb zum Vergleich standardisierte Teebeutel vergraben und zusätzlich Bodenproben nehmen. So wird die Zuverlässigkeit der Unterhosen-Methode getestet.

Das Projekt läuft unter dem Namen «Beweisstück Unterhose». Aus Wiesen, Beeten und Äckern soll nach einem Monat das eine und nach einem weiteren Monat das zweite Wäschestück ausgegraben und fotografiert werden. Danach wird die Zersetzung der natürlichen Fasern digital analysiert – je löchriger, desto gesünder der Boden. In einer Pilotstudie sei die private Wäsche der Teilnehmer verbuddelt worden, doch die Textilien seien nicht vergleichbar gewesen, erzählte van der Heijden. Deshalb setze man nun auf standardisierte Unterhosen. «Das…