Meinung

Bundesliga
Es gibt sie noch, die Überraschungen – weshalb Eintracht Frankfurts Erfolg anderen Vereinen Mut macht

Jubelt er sich in die Champions League? André Silva und Eintracht Frankfurt dürfen vom ganz großen Wurf träumen

© SvenSimon/Hübner-Pool / Picture Alliance

von Swen Thissen

09.04.2021, 16:58 Uhr

Die Champions League ist für Eintracht Frankfurt zum Greifen nah. Das ist bemerkenswert. Und ein positives Zeichen für Fans von Traditionsklubs in dieser so schwierigen Zeit.

Als André Silva am vergangenen Samstag in der 87. Minute in die Luft stieg, als die butterweiche Hereingabe von Filip Kostic nach einem energiegeladenen Lauf von Luka Jovic die Stirn des zweitbesten Torschützen der aktuellen Bundesligasaison berührte, da stand die Welt für einen kurzen Moment still. Zumindest für Fans von Eintracht Frankfurt. Es war einer dieser magischen Augenblicke, die im modernen Fußball leider mittlerweile viel zu selten vorkommen. Jene Sekunden, in denen klar wird: Die faustdicke Überraschung, die handfeste Sensation, sie ist tatsächlich nicht nur möglich, sie ist zum Greifen nah. 

Silvas Treffer entschied nicht nur die Partie bei Borussia Dortmund. Er sorgte auch dafür, dass Eintracht Frankfurt, mit sieben Punkten Vorsprung auf Platz fünf bei noch sieben zu bestreitenden Spielen, auf allerbestem Wege ist, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Champions League einzuziehen. Das wäre die größte Positivüberraschung der Saison. Und ein wundervolles Zeichen. Zumindest für Fans von Eintracht Frankfurt. Aber vermutlich auch für Anhänger anderer Traditionsvereine. Denn es zeigt: In diesem, entschuldigen Sie die Ausdrucksweise, fußballerischen Scheißjahr ist doch noch Platz für Momente für die Ewigkeit.

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