Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus hat im März mehr als doppelt so viele Flugzeuge ausgeliefert wie im Februar. Wie der Konzern mitteilte, stieg die Zahl auf 72 Maschinen nach noch 32 im Februar. Im gesamten ersten Quartal lieferte Airbus damit 125 Flugzeuge an seine Kunden aus und übertraf den Vergleichswert aus dem Vorjahr um drei Jets.

Airbus-Chef Guillaume Faury will im laufenden Jahr mindestens ähnlich viele Flugzeuge ausliefern wie im Vorjahr. 2020 hatte der Hersteller 566 Maschinen an seine Kunden übergeben, nachdem es im Rekordjahr 2019 noch 863 gewesen waren. Zu Jahresbeginn fallen die Auslieferungen typischerweise schwach aus, weil erst wieder Flugzeuge fertiggestellt werden müssen.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs beließ die Aktie von Airbus aufgrund der neuen Zahlen auf der »Conviction Buy List« mit einem Kursziel von 134 Euro. Analyst Chris Hallam sieht in den 72 Auslieferungen ein frühes Signal einer Trendwende, wie er laut der Deutschen Presse-Agentur in einer Studie schrieb.

Stornierungen übertreffen weiter neue Aufträge

Im ersten Quartal seien 39 Flugzeuge neu bestellt worden, erklärte Airbus. Allerdings habe in der Coronakrise die Zahl der Stornierungen die der Bestellungen weit übertroffen, daraus ergebe sich ein Netto-Auftragseingang von minus 61. Immerhin ging die Zahl der Stornierungen von noch 92 im Februar auf nur noch acht im März zurück.

Wegen der Coronapandemie drosselt der Konzern seine Produktion um rund 40 Prozent, erst ab dem Sommer will Airbus sie wieder etwas ausweiten. Im vergangenen Jahr machte der Konzern aufgrund der Coronakrise einen Verlust von 1,1 Milliarden Euro.