Nahe der Grenze zu Mexiko treffen US-Grenzbeamte am 1. April auf ein zehnjähriges Kind. Der Junge aus Nicaragua bittet um Hilfe und erzählt unter Tränen, dass er völlig allein zurückgelassen worden sei.

Grenzbeamter
»Sie haben dich ganz allein gelassen? Du bist nicht mit Mama oder Papa unterwegs, oder? Bist du mit Mama oder Papa unterwegs?«

Junge
»Nein, mit niemandem. Ich war mit einer Gruppe unterwegs und wollte mich Ihnen stellen. Sie haben mich zurückgelassen, dann habe ich Hilfe gesucht.«

Der zehnjährige Junge ist einer von vielen unbegleiteten Minderjährigen, die versuchen, von Mexiko in die USA zu gelangen.

Alejandro Mayorkas, US-Heimatschutzminister
»Ihre Familien haben die herzzerreißende Entscheidung getroffen, sie auf die Reise durch Mexiko zu schicken, um ihnen eine bessere und sicherere Zukunft zu ermöglichen. Die vorherige Administration hat diese unbegleiteten Kinder nach Mexiko abgeschoben, auch Mädchen, die jünger als 12 waren. Wir haben diese Praxis beendet.«

Erwachsene und auch Familien werden auch unter der Biden-Regierung sofort nach Mexiko zurückgeschickt. Unbegleitete Kinder dagegen werden in speziellen Lagern oder Heimen untergebracht, während ihre Asylanträge geprüft werden.

Oscar Escamilla, Grenzbeamter
»Die Kinder überqueren die Grenze alleine. Die Eltern bezahlen natürlich Schleuser oder Mitglieder eines Drogenkartells oder Schmuggler, damit sie das Kind hinüberbringen. Sie bringen es zum Fluss, setzen es auf ein Floß und sagen: OK, fahr los. Drüben wird ein Grenzbeamter sein.«

Die Zahl der Menschen, die versuchen, in die USA zu gelangen, ist im vergangenen Jahr stark gestiegen. An der Südgrenze der USA wurden fast dreimal so viele Grenzübertritte gezählt wie vor einem Jahr. Im März lag die Zahl der unbegleiteten Minderjährigen laut Grenzschutzbehörde bei 9.457.
100.000 Personen wurden allein im Februar beim versuchten Übertritt der Südgrenze aufgegriffen. Ob aus Honduras, Guatemala oder Nicaragua, sie alle hoffen auf ein…