Sehen Sie im Video: Fötus in Sarg von berühmten Bischof entdeckt – wie kam das tote Baby dort hinein?

Als Forscher im Jahr 2015 das Grab von Bischof Peder Pedersen Winstrup  im schwedischen Lund öffnen, machen sie eine gruselige Entdeckung. Am Fußende des Grabes finden sie unter den Überresten des Geistlichen in der Auskleidung des Sarges versteckt das Skelett eines Fötus. Er ist gerade einmal sechs Monate alt.    Bischof Winstrup war im 17. Jahrhundert ein einflussreicher Mann in Schonen, einer Region im heutigen Schweden. Er starb im Alter von 74 Jahren.
In Aufzeichnungen über das Leben des Bischofs kommt das Kind nicht vor. Um wen handelt es sich also bei dem kleinen Jungen? Und wie kommt er in den Sarg?    Ein Team von Archäologen und Palaeogenetikern haben nun das Rätsel um den Leichnam des Babys gelüftet. Im Journal of Archaelogical Science berichten die Wissenschaftler, was sie herausgefunden haben: Ein DNA-Abgleich der Überreste zeigt, dass 25 Prozent der Gene der beiden übereinstimmen. Das bedeutet, der Bischof und das Baby waren im zweiten Grad miteinander verwandt –  wie ein Onkel mit einem Neffen oder ein Großvater mit seinem Enkel.     Im Falle des Bischofs Winstrup kommt laut dem Bericht der Forscher nur Letzteres in Frage.
Winstrup hatte einen Sohn, der das Kind wohl nach der Totgeburt in den Sarg seines Vaters legte. Als nahestehendes Familienmitglied hatte er Zugang zur Grabstätte und konnte das Kind somit in den Sarg legen. Da der Sohn selbst keine weiteren Söhne hatte, handelt es sich bei dem Enkel wohl auch um den letzten männlichen Nachkommen des Bischofs. 
Quelle:
Science Direct
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