Sie sorgten in der Politik zuletzt für Diskussionen, sind aber bei den Deutschen beliebt: Einfamilienhäuser. Laut Zahlen des Statistischen Bundesamts wurden im Januar mit einem Plus von 9,3 Prozent deutlich mehr Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser erteilt. Bei Zweifamilienhäusern verzeichnet die offizielle Statistik zu Jahresbeginn ein Plus von 5,7 Prozent. Dagegen gab es bei Mehrfamilienhäusern einen Rückgang um 0,4 Prozent.

Insgesamt stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen zu Jahresbeginn deutlich. Sie wuchs im Januar im Vergleich zum Vormonat um 5,1 Prozent auf 27.654. Enthalten sind dabei Bewilligungen für neue Gebäude sowie für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden. Allein in neu zu errichtenden Wohngebäuden genehmigten die Ämter 23.822 Wohnungen. Das waren 6,8 Prozent mehr als im Vormonat.

Die Genehmigungen sind ein wichtiger Indikator für den Wohnungsbau und damit auch den Kampf gegen die Wohnungsnot gerade in Städten. Auch im vergangenen Jahr waren trotz Coronakrise deutlich mehr Baugenehmigungen erteilt worden. Experten zufolge reicht das Tempo aber nicht aus, um den vor allem in Großstädten vorhandenen Mangel zu beheben. »In Ballungsgebieten ist bezahlbarer Wohnraum weiterhin knapp und teuer«, hieß es zuletzt beim Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen. »Baugenehmigungen müssen vor allem dort schnell erteilt werden, wo bezahlbarer Wohnraum dringend gebraucht wird, und das sind die Metropolen.«

Die von der Bundesregierung versprochene Wohnraumoffensive hat nach Einschätzung des Mieterbundes und der Verbände der Immobilienwirtschaft zentrale Ziele verfehlt. Von den eigentlich geplanten 1,5 Millionen neuen Wohnungen werden bis zum Ende der Legislaturperiode wohl nur 1,2 Millionen gebaut sein, wie der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen schätzt. Ein Teil wird genehmigt, aber noch nicht gebaut – etwa, weil Handwerker und Baufirmen im Immobilienboom überlastet sind.

Laut einer Studie der…