Unternehmen in Deutschland erfüllen nach Erkenntnissen der Bundesregierung bislang nicht die an sie gerichteten Vorgaben zu regelmäßigen Corona-Tests in Büros und Fabriken. Arbeits- und Wirtschaftsministerium teilten am Donnerstag gemeinsam in Berlin mit, bislang seien nur etwa zwei von drei Firmen auf Kurs.

Eine konkrete Schlussfolgerung aus den Ergebnissen von zwei jeweils repräsentativen Umfragen zogen die Ministerien vorerst nicht. Die Bundesregierung hatte der Wirtschaft zuletzt mit strikteren Auflagen gedroht, wenn nicht mindestens 90 Prozent der Firmen regelmäßige Testmöglichkeiten für Mitarbeiter schaffen, am besten zwei Tests pro Woche.

Arbeits- und Wirtschaftsministerium haben dazu seit Mitte März rund 2500 Beschäftigte und 1000 Unternehmen befragt. Beide Erhebungen kämen zu ähnlichen Ergebnissen. 69 Prozent der Betriebe dürften bis Mitte April ein regelmäßiges Angebot mit mindestens einem Test pro Woche haben. 61 Prozent der Beschäftigten gaben an, ihr Arbeitgeber sei bereits so weit. Der Wert erhöhe sich auf 70 Prozent, wenn Firmen hinzugerechnet würden, die dies in Aussicht gestellt hätten. »Mitte März lag dieser Anteil bei 35 Prozent.«

Regierung kündigt schnelle Entscheidung an

»Die Ergebnisse des Monitorings werden nun Grundlage für die weiteren Beratungen innerhalb der Bundesregierung sein«, sagte ein Sprecher des Arbeitsministeriums. Es sei nicht zufriedenstellend, dass rund 40 Prozent der Beschäftigten kein Testangebot bekämen. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) habe in der Vergangenheit wiederholt deutlich gemacht, dass er für eine verbindliche Regelung sei, falls in der Arbeitswelt nicht ausreichend getestet werde. Entsprechende Regelungen seien vorbereitet und könnten zügig umgesetzt werden. »Die Entscheidung darüber wird die Bundesregierung zeitnah treffen.«

Den Ministerien zufolge begrüßen 84 Prozent der Beschäftigten die Testmöglichkeiten in ihren Firmen. Mit 46 Prozent nehme fast jeder zweite Beschäftigte das…