Virologen und Mediziner wollen mit schärferen Maßnahmen die dritte Corona-Welle brechen, Unternehmen fürchten teils um ihre Existenz und fordern eine Perspektive, wie es weitergeht. In diesem Spannungsfeld bewegen sich die Gespräche, zu denen Wirtschaftsminister Peter Altmaier rund 40 Verbände per Videoschalte geladen hat.

Vor Beginn des Gipfels dringt der Arbeitnehmerflügel der Union darauf, Firmen zu Corona-Tests für Mitarbeiter und zu Homeoffice zu verpflichten. »Das Testen in den Unternehmen sollte zu einer gesetzlichen Verpflichtung werden«, sagte der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe von CDU und CSU im Bundestag, Uwe Schummer, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die meisten Firmen kümmerten sich zwar um die Gesundheit ihrer Beschäftigten – »aber es gibt immer Ausnahmen, die sich nicht an die Test-Empfehlungen halten«. Dadurch könnten rasch neue Ansteckungsrisiken entstehen. »Deshalb müssen wir die Zügel anziehen für diese Minderheit der Unternehmen, die den Empfehlungen nicht folgt«, forderte der CDU-Politiker. Die Testpflicht müsse vor allem dort gelten, »wo es Präsenz der Beschäftigten in den Betrieben gibt«.

Schummer forderte zudem, zum Schutz der Arbeitnehmer vor Corona-Infektionen müssten Unternehmen »dort, wo es möglich ist, Homeoffice verpflichtend anbieten, zumindest für einige Tage in der Woche«. Das Arbeiten im Homeoffice werde von den Betrieben bislang nicht in dem Maße genutzt, wie es möglich wäre.

Eine mögliche Verpflichtung von Unternehmen, ihren Beschäftigten Corona-Tests anzubieten, gehöre zu den Themen, die auf dem Gipfel besprochen werden, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums. Derzeit testen Firmen nur freiwillig. Einer Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung zufolge standen bis Ende März aber der Mehrheit der Beschäftigten keine hinreichenden Testangebote zur Verfügung.

Der Mittelstand lehnt eine Corona-Testpflicht für die Unternehmen ab. Bevor Bundeskanzlerin Angela Merkel »nach…