Corona-Krise
Pandemie führt zu starken Verspätungen in der Seeschifffahrt

Die Blockade des Suezkanals durch den Containerfrachter «Ever Given» hat die ohnehin schon stark strapazierte Lieferkette noch mehr belastet. Foto: -/Suez Canal Authority/dpa

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Wegen der coronabedingt geringen Produktivität von so manchem Hafen dauert es oft Tage, bis ein Liegeplatz frei wird. Und nun müssen auch noch die Folgen der Suezkanal-Blockade abgearbeitet werden.

Seeschiffe müssen wegen der Corona-Pandemie in den Häfen teils sehr lange auf das Laden oder Löschen ihrer Ladung warten.

Vor allem in Nordamerika führten ein hohes Ladungsaufkommen verbunden mit einer coronabedingt geringen Produktivität in den Häfen sowie Kapazitätsengpässen bei der Bahn und Lastwagen zu teils erheblichen Verzögerungen, sagte der Vorstandschef der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd, Rolf Habben Jansen. Teils dauere es mehr als eine Woche, bis ein Liegeplatz frei sei. Allein vor Amerikas größten Häfen Long Beach und Los Angeles warteten derzeit mehr als 20 Schiffe. Ähnliche Probleme gebe es in Oakland, Vancouver, New York und Savannah.

Kritisch sei die Lage auch in Nordeuropa – und dort vor allem in den großen Häfen wie Rotterdam und Southampton. Auch in deutschen Häfen gebe es Verspätungen, doch die seien überschaubar, sagte Habben Jansen. Die vor rund eineinhalb Wochen aufgelöste Blockade des Suezkanals habe die ohnehin schon stark strapazierte Lieferkette noch mehr belastet und wirble den Hapag-Lloyd-Fahrplan weiter durcheinander. «Obwohl die Blockade relativ schnell aufgelöst worden ist, sind wir noch nicht zurück im Normalbetrieb», sagte Habben Jansen. Betroffen seien die Routen Asien-Mittelmeer, Asien-Nordeuropa, Transpazifik und Indien.

Während der Blockade hätte auch nicht viel gefehlt und Hapag-Lloyd hätte seine Schiffe auf den Umweg um Afrika geschickt….