Studie
Baufinanzierungen boomen während Corona – aber die Kreditzinsen wachsen

Ein Haus wird gebaut. Während der Coronakrise ist das Geschäft mit Baufinanzierungen gewachsen.

© Klaus Ohlenschläger/ / Picture Alliance

Die Corona-Pandemie hat vielen Branchen einen kräftigen Dämpfer verpasst, aber das Geschäft mit Baufinanzierungen wächst rasant. In der Krise wünschen sich immer mehr Menschen ein eigenes Zuhause – und nehmen dafür schlechte Konditionen in Kauf.

Die starke Nachfrage nach Immobilien hat den Boom bei Baufinanzierungen im Corona-Krisenjahr 2020 weiter angefacht. Das Neugeschäft der Banken und Sparkassen in Deutschland mit Baukrediten wuchs auf den Rekord von 273 Milliarden Euro nach 263 Milliarden Euro 2019, zeigt eine neue Studie der Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC.

Demnach betrug der Bestand der an private Haushalte ausgegebenen Baufinanzierungen von Banken und Sparkassen knapp 1,4 Billionen Euro. Im Jahr zuvor hatte der Kreditbestand bei 1,3 Billionen Euro gelegen. Allerdings haben sich die Konditionen von Baukrediten zuletzt verschlechtert. Das bedeutet für Immobilienkäufer höhere Kosten.

Interesse steigt trotz wachsender Immobilienpreise

Das seit Jahren gut laufende Geschäft mit Baukrediten bekam im vergangenen Jahr mit der Corona-Pandemie einen Schub, zeigt die am Donnerstag veröffentlichte Studie, die der dpa vorliegt. Das Wachstum des Kreditbestands beschleunigte sich demnach 2020 auf 6,6 Prozent pro Jahr. Nur im Juni habe es wegen des ersten Lockdowns einen Dämpfer gegeben. 2019 hatten niedrige Bauzinsen und höhere Immobilienpreise den Baukreditbestand um 5,7 Prozent steigen lassen.

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