Aktuelle Studie
Baufinanzierungen boomen – aber höhere Zinsen für Kredite

«Trotz steigender Immobilienpreise und der wirtschaftlichen Unsicherheit ist das Interesse von Privatkunden an Immobilien ungebrochen», sagt Tomas Rederer, Partner und Kreditexperte bei PwC Deutschland. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

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Die Nachfrage nach Immobilien ist ungebrochen: In Corona-Zeiten legen viele Menschen erst Recht Wert auf ein schönes Zuhause. Die Pandemie befeuert das Geschäft mit Baufinanzierungen – doch die Konditionen verschlechtern sich.

Die starke Nachfrage nach Immobilien hat den Boom bei Baufinanzierungen im Corona-Krisenjahr 2020 weiter angefacht.

Das Neugeschäft der Banken und Sparkassen in Deutschland mit Baukrediten wuchs auf den Rekord von 273 Milliarden Euro nach 263 Milliarden Euro 2019, zeigt eine neue Studie der Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC.

Demnach betrug der Bestand der an private Haushalte ausgegebenen Baufinanzierungen von Banken und Sparkassen knapp 1,4 Billionen Euro. Im Jahr zuvor hatte der Kreditbestand bei 1,3 Billionen Euro gelegen. Allerdings haben sich die Konditionen von Baukrediten zuletzt verschlechtert. Das bedeutet für Immobilienkäufer höhere Kosten.

Das seit Jahren gut laufende Geschäft mit Baukrediten bekam im vergangenen Jahr mit der Corona-Pandemie einen Schub, zeigt die am Donnerstag veröffentlichte Studie, die der dpa vorliegt. Das Wachstum des Kreditbestands beschleunigte sich demnach 2020 auf 6,6 Prozent pro Jahr. Nur im Juni habe es wegen des ersten Lockdowns einen Dämpfer gegeben. 2019 hatten niedrige Bauzinsen und höhere Immobilienpreise den Baukreditbestand um 5,7 Prozent steigen lassen.

«Trotz steigender Immobilienpreise und der wirtschaftlichen Unsicherheit ist das Interesse von Privatkunden an Immobilien ungebrochen», sagt Tomas Rederer,…