Llukalkan aliocranianus
Forscher entdecken Überreste eines bisher unbekannten Raubsauriers in Argentinien

Abelisaurier lebten vor über 80 Millionen Jahren. Der Kopf des Llukalkan konnte in einem nahezu tadellosen Zustand geborgen werden (Symbolbild) 

© Francois Gohier / ardea.com / Picture Alliance

von Julian Schmelmer

07.04.2021, 16:19 Uhr

Die Tyrannosaurier jagten im Norden, die Abelisaurier im Süden. Forscher haben nun eine bisher nicht bekannte Art der südlichen Raubsaurier entdeckt. Der Fund des „Furchterregenden mit dem anderen Schädel“ eröffnet der Paläontologie neue Möglichkeiten.

Sie zählen zu den gefährlichsten Raubtieren der Kreidezeit: Raubsaurier, wie der Tyrannosaurus Rex, herrschten über den nördlichen Großkontinent Laurasia. Neben den berühmten Artgenossen aus dem Norden trieben allerdings auch einige Raubtiere auf der Südhalbkugel ihr Unwesen. Paläontologen haben nun eine neue Art Abelisaurier ausfindig gemacht, den „Llukalkan aliocranianus“.

Fossilien mehr als 80 Millionen Jahre alt

Ein Forschungsteam der Nationalen Universität von San Luis um den Paläontologen Federico Gianechini entdeckte die Überreste des großen Räubers in der Bajo-de-la-Carpa-Formation im Westen Argentiniens. Das Fossil wird auf mehr als 80 Millionen Jahre geschätzt und umfasst einen nahezu vollständig erhaltenen Schädel, samt scharfem Gebiss.

Der Llukalkan aliocranianus, was so viel bedeutet wie „der Furchterregende mit dem andern Schädel“, weist alle Merkmale eines Raubsauriers auf. So zeichnete er sich insbesondere durch seine Schnelligkeit, Größe und massive Bewaffnung aus. Ähnlich wie Tyrannosaurier konnten Abelisaurier bis zu neun Meter lang werden und besaßen das Gebiss eines fleischfressenden Jägers. Auch ihre langen krallenbestückten Unterbeine und kurzen Oberarme ähneln dem Tyrannosaurus. 

Scharfes…