Podcast

„Die Stunde Null“
L’Tur-Gründer: „Wer nach Mallorca fliegen will, der soll fliegen“

Sehnsuchtsort Mallorca

© Martin Wahlborg / Getty Images

Der Touristik-Unternehmer Karlheinz Kögel, Gründer von L’Tur und hlx.com, glaubt an eine Rückkehr des Urlaubsgeschäfts ­– und übt scharfe Kritik an der Bundesregierung.

Er ist ein Urgestein der deutschen Touristik und gilt als Vater der Last-Minute-Reisen. In seiner Branche hat der L’Tur-Gründer Karlheinz Kögel schon Vulkanausbrüche, Airline-Pleiten und Einbrüche nach Terroranschlägen erlebt. Die Covid-19-Pandemie aber ist für ihn die schwerste Krise. Trotzdem glaubt Kögel fest daran, dass das Geschäft mit dem Urlaub bald zurückkehren wird. „Es wird einen Hunger nach Reisen geben. Die Leute sitzen auf gepackten Koffern“, sagt Kögel im Podcast „Die Stunde Null“. „Inzwischen rappeln sich alle wieder hoch.“ 

Der Unternehmer und Manager, der über seine 2011 gegründete HLX-Gruppe Portale wie Eurowings Holidays betreibt, hält nichts davon, Mallorca-Urlaubern jetzt ein schlechtes Gewissen zu machen. „Mallorca ist ein Synonym für Freiheit“, sagte er. „Wer fliegen will und die Bestimmungen einhält, der soll auch fliegen.“ Es sei nicht Aufgabe des Staates zu regulieren, wer welche Reiseziele ansteuern dürfe.

„Die Politik schürt Verunsicherung“

An der Rolle der Bundesregierung in der Pandemie lässt Kögel kein gutes Haar. „Die Politik schürt die Verunsicherung noch. Im Moment ist es eine große Katastrophe“, sagte er. Zudem werde seine Branche nicht ausreichend ernst genommen und daher kaum unterstützt. Nach eigenen Aussagen lag der Umsatz in Kögels Unternehmen im Jahr 2020 um 82 Prozent unter Vorjahr – bei einem hohen Millionenverlust. „Das mobilisiert aber auch, dazu ist man Unternehmer“, sagte er. „Ich werde bis zum letzten Atemzug kämpfen.“ 

Hören Sie…