Regeln nach Immunisierung
Regierung will einheitliche Erleichterungen für Geimpfte

Impfglück ohne Maske? Aus dem Gesundheitsministerium kommt ein klares Nein. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

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Nach Verabreichung der zweiten Dosis sollen sich Geimpfte freier im Alltag bewegen können. Das Gesundheitsministerium macht aber auch deutlich: Abstand und Masken sind auch für Geschützte Pflicht.

Die Bundesregierung peilt für Menschen mit Corona-Impfung bundesweit einheitliche Erleichterungen bei Beschränkungen im Alltag an.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wolle die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu zeitnah mit seinen Länderkollegen besprechen, bekräftigte eine Sprecherin in Berlin. Sie zitierte wörtlich eine entsprechende Bewertung des Robert Koch-Instituts: «Nach gegenwärtigem Kenntnisstand ist das Risiko einer Virusübertragung durch Personen, die vollständig geimpft wurden, spätestens zum Zeitpunkt ab dem 15. Tag nach Gabe der zweiten Impfdosis geringer als bei Vorliegen eines negativen Antigen-Schnelltests bei symptomlosen infizierten Personen.»

Die Ministeriumssprecherin sagte: «Deswegen ist die Folgerung daraus, dass Geimpfte dann auch so behandelt werden sollten wie negativ Getestete.» Sie betonte, «dass es nicht um Privilegien oder Vorrechte geht, sondern darum, dass vollständig Geimpfte so behandelt werden wie negativ Getestete».

Weiter kündigte sie an, Geimpfte sollten dann weiter Maske tragen und Abstände einhalten. «Die Vorsichtsmaßnahmen – Abstandsregeln, AHA-Regeln – gelten weiterhin für alle.»

Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) ist ebenfalls für Erleichterungen für Geimpfte, wenn es vom Infektionsschutz her unproblematisch ist, wie ein Sprecher bekräftigte. Lambrecht hatte der «Bild»-Zeitung gesagt: «Wenn jetzt wissenschaftlich belegt wird, dass von…