An Kindern und Jugendlichen geht das Coronavirus meist vorbei, ohne das es zu ernsthaften Symptomen oder überhaupt einer Erkrankung kommt. Doch seit einiger Zeit sind Kinderärzte alarmiert. Denn ein neuartiges Syndrom befällt manche Kinder – wochenlang, nachdem sie eine Sars-CoV-2-Infektion hinter sich haben. Die Spätfolge geht mit heftigen Entzündungsreaktionen in verschiedenen Organen durch ein fehlgeleitetes Immunsystem einher, sie tritt zum Glück nur sehr selten auf. In Deutschland ist wohl nur eines von tausend infizierten Kindern betroffen.

Doch Pims, eine Abkürzung für »Paediatric Inflammatory Multisystem Syndrome«, erwischt die Betroffenen meist heftig. Oft liegen diese Kinder dann mit vielfältigen Beschwerden im Krankenhaus. In den USA kam es bereits im vergangenen Jahr zu Todesfällen im Zusammenhang mit der Krankheit. Dort haben Mediziner vom Centers for Disease Control and Prevention (CDC), einer Behörde des amerikanischen Gesundheitsministeriums, nun eine umfassende Studie zu MIS-C (Multisystem Inflammatory Syndrome in Children), wie die Krankheit dort heißt, vorgelegt. Die Arbeit bestätigt das, was sich schon angedeutet hat: Die meisten Kinder, die an Pimps erkranken, zeigen bei einer vorangegangenen Infektion mit Sars-CoV-2 keine Symptome.

Laut der Studie, die nun im Fachmagazin »JAMA Pediatrics« erschienen ist, wiesen ungefähr drei Viertel aus einer Gruppe von mehr als 1000 untersuchten Kindern und Jugendlichen vor ihrer Pims-Erkrankung keine typischen Covid-19-Symptome auf. Von 1075 Patienten, über die Daten vorlagen, hatten nur 265 typische Beschwerden. Die asymptomatischen Kinder waren in der Regel jünger, im Schnitt etwa acht Jahre alt, während das Alter der anderen im Mittel bei elf Jahren lag. Möglicherweise äußern sich die jüngeren Kinder aber nicht so häufig zu ihren Beschwerden, vermuten die Forscher.

Alle in der Studie untersuchten Kinder wurden in Kliniken behandelt, mehr als die Hälfe auf Intensivstationen. Sie…