1. Per aspera ad AstraZeneca

Trotz der sehr selten auftretenden Blutgerinnsel im Gehirn: Die europäische Arzneimittelbehörde Ema empfiehlt den Coronaimpfstoff von AstraZeneca weiter für alle Erwachsenen, wie sie heute mitteilte. Der Nutzen von Vaxzevria, so der Name des Impfstoffs, wiege schwerer als die Risiken.

»Zwar wurden der Ema nur etwa ein bis zwei Fälle von Sinusvenenthrombosen pro 100.000 Geimpfte gemeldet«, erklärt meine Kollegin Heike Le Ker aus unserem Gesundheitsteam. »Möglicherweise liegt diese Zahl aber höher, denn sie ist abhängig davon, wie aufmerksam Ärzte und Geimpfte beobachten, dokumentieren – und melden.« Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, wo sich die Zahlen einpendeln. Und ob es bei den Impfstoffen aus Russland (Sputnik) und den USA (Johnson & Johnson), die ebenso wie Vaxzevria auf der Basis von Adenoviren funktionieren, zu ähnlichen Vorfällen kommt.

Obwohl die Thrombosen den jetzt vorliegenden Zahlen zufolge vor allem bei jüngeren Frauen auftreten, empfiehlt die Ema – anders als Deutschland – Vaxzevria weiterhin für Frauen auch unter 60. »Gäbe es keine Alternativen, fände ich diese Entscheidung nachvollziehbar«, sagt Heike. »Mit den verfügbaren Impfstoffen von Biontech und Moderna aber, bei denen solche Nebenwirkungen bislang nicht beobachtet wurden, hätte ich eine Einschränkung der Nutzung von Vaxzevria für besser gehalten.«

Fast zeitgleich verkündeten die Briten, die AstraZeneca-Vakzine nicht mehr an Frauen unter 30 Jahren zu vergeben. »So haben wir ein ziemlich buntes Bild in Europa«, sagt Heike. »Das trägt nicht gerade zu einem Gefühl der Sicherheit bei.«

2. Grüne Zeitplanung

Er oder sie? In der Daily Soap zur Grünen-Kandidatenkür lief heute die Folge »Der Termin« – und dabei ging es nicht um Friseure oder ums Impfen. Was bisher geschah: Annalena und Robert dürfen/sollen die Grünen gemeinsam als Spitzenduo in die Bundestagswahl führen. Was jetzt neu ist: Bis zum 19. April wollen/müssen sie sich…