Irans Präsident Hassan Rohani hofft auf eine Wiederbelebung des Atomabkommens mit den USA. »Erneut sind alle Parteien zu dem Ergebnis gekommen, dass es keine bessere Alternative gibt«, sagte Rohani am Mittwoch bei Verhandlungen dazu in Wien. »Somit können wir auf eine Renaissance des Wiener Atomabkommens hoffen.«

Seit Dienstag laufen in Wien Verhandlungen zur Wiedereinhaltung des Atomabkommens. Man wolle die Ergebnisse der Gespräche abwarten, hieß es in Rohanis Mitteilung weiter. »Die USA sagen, dass sie zum Abkommen zurückwollen … schön, dann schauen wir mal, wie ernst sie das meinen.« Auch eine US-Delegation war nach Wien gereist, nimmt aber zumindest vorerst nicht an den Verhandlungen mit Iran teil.

Eine »konstruktive« erste Runde in Wien

Das Atomabkommen wurde 2015 in Wien zwischen Iran, den fünf Uno-Vetomächten und Deutschland geschlossen. Es sollte Iran von der Entwicklung von Atomwaffen abhalten, im Gegenzug sollten Sanktionen gegen das Land wegfallen. Die in Aussicht gestellte wirtschaftliche Zusammenarbeit kam aufgrund des Kurswechsels der USA unter Trump aber nie zustande: Die USA waren stattdessen 2018 aus dem Abkommen ausgestiegen und hatten neue Sanktionen gegen Iran verhängt. Teheran zog sich in der Folge seinerseits schrittweise von den Verpflichtungen zurück.

Der neue US-Außenminister Antony Blinken hatte im Februar mitgeteilt, dass die USA das Atomabkommen unter Präsident Joe Biden fortsetzen und stärken wollen. Die fünf verbliebenen Partner im Abkommen – Russland, China, Deutschland, Frankreich und Großbritannien – haben in den vergangenen zwei Jahren versucht, die Regelung am Leben zu erhalten.

Die erste Runde der jetzigen Verhandlungen in Wien sei konstruktiv verlaufen, sagten iranische Vertreter. Die Gespräche sollen am Freitag fortgeführt werden.