Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) sieht weiter mehr Nutzen als Risiko bei der Nutzung des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca. Es sei zwar ein möglicher Zusammenhang zwischen dem Wirkstoff und seltenen Thrombose-Fällen festgestellt worden, teilte die EMA heute in Amsterdam mit. Diese Thrombosen seien vor allem bei Frauen im Alter von unter 60 Jahren binnen zwei Wochen nach der Impfung aufgetreten. Spezifische Risikofaktoren seien aber nach den bisherigen Erkenntnissen nicht bestätigt worden. Gleichwohl sollen Blutgerinnsel aber künftig als seltene Nebenwirkung von AstraZeneca-Impfstoff gelistet werden.

Bisher rund 60 Berichte über Blutgerinnsel nach Impfung mit AstraZeneca

AstraZeneca hat immer wieder erklärt, Studien hätten keine erhöhte Thrombose-Gefahr gezeigt. Die EMA geht nach eigenen Angaben derzeit mehr als 60 Berichten zu Blutgerinnseln im Gehirn nach. Einige dieser Thrombosen verliefen tödlich. Mehrere Länder – darunter Deutschland – empfehlen die Impfung mit AstraZenca inzwischen nicht mehr für jüngere Menschen. Andere Länder wie Dänemark setzten die Verwendung vorsichtshalber vollständig aus.

bru/uh (dpa / afp)