China ist einer der wichtigsten Märkte für Maschinen aus deutscher Produktion. Doch die zuletzt verschärften Einreisevorschriften des Landes in der Coronakrise belasten die Geschäfte von Deutschlands Maschinenbauern sehr. Sie beklagen massive und teils geschäftsschädigende Probleme.

Das Land habe seine Einreisebedingungen seit Jahresbeginn so verschärft, dass es kaum noch möglich sei, Mitarbeiter für Installation, Reparatur oder Wartung zu annehmbaren Bedingungen zu den Kunden in das Land zu schicken, kritisierte der Branchenverband VDMA. Der Leiter für Außenwirtschaft in dem Verband, Ulrich Ackermann, bemängelte: »Die für eine Einreise notwendige offizielle ministerielle Einladung ist kaum noch erhältlich.«

Die Folgen für die deutschen Unternehmen seien teils drastisch. Chinesische Kunden verschieben ihm zufolge Zahlungen, deutsche Maschinenbauer haben bei Neu-Aufträgen das Nachsehen, wie eine VDMA-Befragung von Mitgliedsfirmen ergab.

»Unterbringung ist gemessen an europäischen Standards häufig unzumutbar«

Grundsätzlich gilt eine zweiwöchige Quarantäne nach Einreise in das Land. Reisen die Mitarbeiter danach in eine andere Region, kann laut VDMA eine weitere Quarantäne von ein bis zwei Wochen drohen. Dadurch sei ein Flickenteppich entstanden, der von den Unternehmen kaum noch zu durchblicken sei. »Teilweise stehen die Bedingungen unmittelbar vor dem Abflug aus Deutschland noch nicht definitiv fest«, berichtete Ackermann.

Wer schließlich in China gelandet ist, dem droht mitunter ein tage- oder gar wochenlanger Zwangsaufenthalt in Quarantänehotels: »Die Unterbringung in den Quarantänehotels ist gemessen an europäischen Standards häufig unzumutbar«, kritisierte Ackermann. Firmen hätten unter anderem von sehr kleinen Hotelzimmern, teilweise ohne Fenster und ausreichende Belüftung, berichtet, von fehlendem Wäschewechsel, sowie mangelhaften Hygienebedingungen, unter denen auch Corona-Tests durchgeführt worden seien.

»Ausländische Reisende…