Der Wirtschaftsrat der CDU hat kritisch auf die Forderung des Parteivorsitzenden Armin Laschet nach einem sogenannten »Brücken-Lockdown« reagiert. Der Generalsekretär des Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, erklärte die Forderung nach immer neuen Verlängerungen oder Verschärfungen der Beschränkungen für fantasielos. Das berichtete die »Augsburger Allgemeine« vorab.

»Unternehmen und Bürger erwarten von der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten nach mehr als einem Jahr Pandemie eine ausgefeiltere Strategie«, so Steiger. Die aktuellen Grundrechtseinschränkungen seien bereits eine schwere Belastung für Wirtschaft und Bürger. Jetzt käme es darauf an, die Impfungen voranzutreiben.

»Brücken-Lockdown« bis Tests, Nachverfolgungen und Impfungen greifen

Der CDU-Chef und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet hatte sich angesichts der dritten Coronawelle für einen harten und kurzen Lockdown im April ausgesprochen. Dieser »Brücken-Lockdown« solle die Phase überbrücken, bis die Inzidenzzahlen so niedrig seien, dass eine Strategie mit Tests, Nachverfolgungen und Impfungen tatsächlich funktioniere.

Die Kontakte im privaten Bereich, aber auch am Arbeitsplatz müssten dazu weiter verringert werden, möglicherweise auch durch Ausgangsbeschränkungen »in den Abend- und Nachtstunden«, sagte Laschet. Er habe sich über Ostern mit Fachmedizinern beraten und sei sich bei seiner Einschätzung unter anderem mit der Kanzlerin und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn einig. Es seien nun mehr Tempo und klare Entscheidungen notwendig.