Lee Elder wird sich am Donnerstag mit der Eröffnung des diesjährigen US Masters an der Seite von Jack Nicklaus und Gary Player als Pionier im Golfsport unsterblich machen. Elder wurde gebeten, den feierlichen ersten Schlag des Turniers vorzunehmen. An dem Ort, an dem er 1975 Geschichte schrieb. Damals wurde der heute 86-Jährige als erster schwarzer Spieler nach Augusta eingeladen. Ein Jahr zuvor hatte Elder die Monsanto Open in Florida gewonnen.

Zuvor waren die Türen zu den sanft geschwungenen Fairways und unberührten Grüns des Augusta National Golf Klubs über 40 Jahre lang für Schwarze verschlossen. Wenn ein Schwarzer Zugang zum Golfplatz erhalten wollte, war das nur als Bedienung in der Gastronomie, Reinigungskraft oder bestenfalls als Caddy möglich.

Es sollte weitere 15 Jahre dauern, bis der Klub 1990 sein erstes schwarzes Mitglied aufnahm. Und weitere 22 Jahre danach, im Jahr 2012, wurde dann die erste Frau in den Klub aufgenommen. So ist es also nicht gerade verwunderlich, dass das „Augusta National“ in Sachen Inklusion noch immer weit hinter den meisten anderen Sportveranstaltungen hinterher hinkt.

Das Klubhaus von Augusta: Das Zuhause von Dennis Redmond, einem Plantagenbesitzer, wird 1854 erbaut

„Die letzte Bastion“

Der „Augusta National Golf Club“, der unter den Sportstätten dieser Welt als wahre Ikone gilt, wurde vom Top-Golfer Bobby Jones in den frühen 1930er Jahren – auf dem Land einer ehemaligen Indigo-Plantage, das im Besitz von Dennis Redmond war – gegründet. Das berühmte Augusta-Klubhaus neben dem 18. Grün, erbaut 1854, ist Redmonds ehemaliges Wohnhaus.

„Wenn man sich die Ursprünge des ,Augusta National‘ ansieht, sagt das viel über die Gegenwart aus“, sagt Charles Walker Jr., ein in Augusta geborener afroamerikanischer Geschäftsmann und Politiker, der DW. „Eine Gruppe der wohlhabenden Elite suchte nach einem schönen Ort, um diesen Golfplatz zu errichten. Augusta hatte eine Anziehungskraft aufgrund des warmen Klimas. Aber es gab auch…