Bei dem Treffen in Wien geht es zunächst darum, für die nächsten Wochen einen Fahrplan für Arbeitsgespräche von Experten zu technischen Details festzulegen. Ziel aller diplomatischen Bemühungen ist die Rückkehr der USA zu der Vereinbarung, die Aufhebung der US-Sanktionen gegen den Iran und eine überprüfbare Einhaltung aller nukleartechnischen Auflagen durch den Iran. Bei den Gesprächen sind zunächst keine direkten Unterredungen zwischen beiden Ländern geplant.

In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Verletzungen der Vereinbarung das gegenseitige Misstrauen deutlich wachsen lassen. Das Internationale Abkommen von 2015 gilt als ein wichtiger Baustein zur Rüstungskontrolle. Es soll die Islamische Republik am Bau einer Nuklearwaffe hindern. Die in Aussicht gestellte wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Iran kam aufgrund des Kurswechsels unter dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump aber nie zustande. Stattdessen setzten die USA wieder Sanktionen ein, weil sie dem Iran zutiefst misstrauten. Teheran verstieß daraufhin gegen immer mehr Auflagen und hat seine Uranvorräte, die zum Bau einer Bombe nötig sind, erheblich aufgestockt.

Iran Urananreicherungsanlage in Natanz (Archivbild)

Die fünf verbliebenen Partner des Deals – Russland, China, Deutschland, Frankreich und Großbritannien – haben in den vergangenen Jahren in seltener Eintracht versucht, das Abkommen am Leben zu halten. Die neue Runde ist der erste ernsthafte Dialog seit der Amtsübernahme von US-Präsident Joe Biden, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger Trump das Abkommen wiederbeleben will.

Allerdings warnt Washington vor zu großen Erwartungen an die Atomgespräche. Man rechne mit schwierigen Verhandlungen, einen schnellen Durchbruch werde es nicht geben, sagte Ned Price, Sprecher der US-Außenministeriums, in Washington. „Wir unterschätzen das Ausmaß der bevorstehenden Herausforderungen nicht.“ Man sei in einem frühen Stadium.

Ali Akbar Salehi, Leiter der iranischen Atomenergiebehörde lobt…