In der Ostukraine sind nach Angaben des ukrainischen Militärs zwei Soldaten durch prorussische Separatisten getötet worden. Ein Soldat ist demnach in der Nacht zum Dienstag bei der Stadt Awdijiwka wenige Kilometer nördlich der Rebellenhochburg Donezk erschossen worden. Zu dem zweiten Toten gab es zunächst keine genaueren Informationen. Die Angaben der Armee ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Seit Wochen kommt es immer wieder zu tödlichen Zwischenfällen im Osten des Landes. Angesichts von Berichten über Truppenaufmärsche wächst international die Sorge, dass der seit sieben Jahren andauernde Konflikte nun eskalieren könnte. Die EU äußerte sich besorgt, »über militärische Aktivitäten« Russlands rund um die Ukraine. Russland warnte vor weiteren Spannungen.

Stoltenberg sichert Ukraine Solidarität zu – aber keine militärische Unterstützung

Seit etwa sieben Jahren werden Teile der Gebiete Donezk und Luhansk entlang der russischen Grenze von durch Russland unterstützte Rebellen kontrolliert. Infolge der Kämpfe mit Regierungstruppen sind Uno-Schätzungen zufolge mehr als 13.000 Menschen getötet worden.

Allein seit Jahresbeginn starben auf Regierungsseite mindestens 24 Soldaten. Mehr als 50 wurden nach Angaben aus der Hauptstadt Kiew verletzt. Die Separatisten sprachen in ihrem Gebiet von rund 23 getöteten Menschen. Ein 2015 vereinbarter Friedensplan liegt auf Eis.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat der Ukraine Solidarität in dem sich wieder zuspitzenden Konflikt mit Russland zugesichert, allerdings keine militärische Unterstützung in Aussicht gestellt. »Ich habe Präsident Wolodymyr Selenskyj angerufen, um ernsthafte Besorgnis über Russlands militärische Aktivitäten in und um die Ukraine und die anhaltenden Waffenstillstandsverletzungen zum Ausdruck zu bringen«, teilte Stoltenberg mit. Die Nato unterstütze nachdrücklich die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine und bleibe der engen Partnerschaft verpflichtet.