Vogelgrippe bedroht Betriebe
Geflügelpest grassiert in Deutschland – Virus diesmal offenbar besonders aggressiv

Wegen der derzeit grassierenden Geflügelpest können in einigen Regionen die Freilandeier knapp werden. Denn Hühner dürfen als Vorsichtsmaßnahme in betroffenen Gebieten nicht mehr ins Freie.

© Hauke-Christian Dittrich / DPA

Die Krankheit brach zuletzt vor vier Jahren in großem Umfang in Deutschland aus. Die aktuellen Fälle von Geflügelpest zeigen: Das Virus ist offenbar wesentlich gefährlicher als damals.

Die seit mehreren Monaten in Deutschland um sich greifende Geflügelpest hat bereits größeren Schaden angerichtet als der letzte große Ausbruch in den Jahren 2016 und 2017. „Das Virus scheint diesmal deutlich aggressiver zu sein, was die Geflügelhalter sehr stark besorgt“, sagte Katharina Standke, Geschäftsführerin des Geflügelwirtschaftsverbandes Brandenburg, der Nachrichtenagentur dpa. Bislang mussten bundesweit bereits 1,8 Millionen Tiere getötet werden, damals waren es insgesamt 1,2 Millionen.

Geflügel wie Hühner oder Puten werden oft in riesigen Ställen gehalten. Ist ein solcher Betrieb mit Massentierhaltung betroffen, wird  der gesamte Bestand mit seinen Tausenden Tieren gekeult, wie beispielsweise Ende Januar, als in einem Mastbetrieb in Brandenburg 16.000 Puten getötet wurden.

Impfung gegen Geflügelpest nicht möglich

„Eine Impfung gegen das Vogelgrippen-Virus ist in Deutschland aktuell nicht erlaubt und aufgrund der Vielzahl von Subtypen auch nicht sinnvoll“, sagte Stahnke. Damit gebe es keinen dauerhaften und umfassenden Schutz vor der Seuche, nur die akribische Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen. Die genauen wirtschaftlichen Folgen des Ausbruchs könnten derzeit nicht beziffert werden, sagte sie.

Die Geflügelpest wird auch als Vogelgrippe bezeichnet und ist eine anzeigepflichtige…