Dritte Welle in der Corona-Pandemie
Laschet will „Brücken-Lockdown“ – Müller lehnt ab

Armin Laschet spricht auf der Pressekonferenz nach dem Besuch des Impfzentrums in Aachen

© David Young / DPA

Kommen im Kampf gegen die dritte Corona-Welle schärfere Regeln auf die Menschen in Deutschland zu? CDU-Chef Laschet hat es plötzlich eilig. Er will die nächste Bund-Länder-Runde vorziehen. Beim Impfen gibt es Signale der Hoffnung.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und CDU-Vorsitzende Armin Laschet fordert im Kampf gegen das Coronavirus einen schnellen und harten „Brücken-Lockdown“. Damit sollte die Zeit überbrückt werden, bis viele Menschen geimpft seien, forderte Laschet am Ostermontag in Aachen. Die für den 12. April geplante Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten will er deshalb auf die kommenden Tage vorziehen. Die Lage erfordere, „dass wir noch mal in vielen Bereichen nachlegen“. Er sei sich bei seiner Einschätzung der Lage mit vielen Länderchefs, der Kanzlerin und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) einig.

Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), lehnte ein Vorziehen des nächsten Treffens umgehend ab. „Ein Brücken-Lockdown für eine Übergangszeit und dann mit welchen Maßnahmen? Und das soll so lange gelten, bis viele Menschen geimpft sind. Was heißt das alles?“, sagte Müller dem ARD-Hauptstadtstudio. Da seien viele Überlegungen bei Laschet noch nicht abgeschlossen. „Und insofern, glaube ich, macht es auch keinen Sinn, jetzt vorfristig zu einer Ministerpräsidentenkonferenz zusammenzukommen.“

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