Wir waren ab Ende Dezember 2020 für gut drei Monate in Costa Rica, um den bedrückenden, freiheitszerstörenden Zuständen in Deutschland zu entfliehen. Ein kurzer Erfahrungsbericht.

Von Christian Kreiß.

Wir hatten ursprünglich nur fünf Wochen geplant und dann zwei Mal, bis Anfang April, verlängert. Grund dafür waren zum einen die bedrückenden Nachrichten aus Deutschland. Dort wurde der Lockdown entgegen den anfänglichen Ankündigungen und Versprechungen von Monat zu Monat verlängert und immer schlimmer. Im Gegensatz dazu gab und gibt es in Costa Rica einen recht freiheitlichen, lockeren Umgang mit Corona.

Abgesehen von einigen mehrtägigen, weiten Ausflügen ins Landesinnere verbrachten wir praktisch die ganze Zeit in einem spirituellen Zentrum an der nördlichen Pazifikküste von Costa Rica. Dorthin hatte es uns nicht aus weltanschaulichen Gründen verschlagen, sondern weil es die einzige englischsprachige Schule war, die bereit war, unsere Kinder für kurze Zeit aufzunehmen. Letztlich verbrachten sie in der kleinen, waldorf-inspirierten Schule über 12 Wochen. Die Schule war während der ganzen Corona-Zeit nie geschlossen. Keiner trägt dort Masken und es gibt keine Abstandsregeln. Der Unterricht findet in kleinen Gruppen statt und häufig sind die Kinder draußen, um Sachen zu bauen oder die Pflanzen und Tiere anzusehen.

Die Kinder und Jugendlichen waren nach der Schule normalerweise draußen spielen, Bäume klettern, in einen Weiher springen, Wasseräpfel pflücken, schwimmen, surfen, fangen oder verstecken spielen usw. Außer der Rache Montezumas, von der die meisten Europäer und Nordamerikaner einmal befallen werden, waren alle Kinder, überhaupt alle Menschen enorm gesund. Viele soziale Kontakte, Freude am Miteinander, reger Austausch, sowie viel Bewegung im Freien stärken offenbar das Immunsystem und machen gesund.

In der Region, in der wir waren, gab es unseres Wissens keine schlimme Covid-Erkrankung bei…