Fahrer unter Zeitdruck
Amazon und das Hin und Her um die Pinkel-Flaschen

Aus Zeitmangel sollen Amazon-Mitarbeitende in Flaschen uriniert haben. Das gibt der Konzern nun in Teilen zu

© Marco Bertorello / AFP

Amazon hatte trotz Beweisen dementiert, dass Fahrer bei der Arbeit regelmäßig in Flaschen urinieren. Nun rudert der Konzern zurück. Verantwortlich für das Problem sollen aber andere sein. 

Es ist meistens eher schlecht fürs Image, wenn Unternehmen ihre Fehler nicht öffentlich und transparent eingestehen. Vor allem dann, wenn diese so aussagekräftig sind wie die gefüllten Urinflaschen der Amazon-Mitarbeitenden. Lange hatte der Online-Händler trotz eindeutiger Fotos und Berichte dementiert, dass Lieferfahrer und -fahrerinnen aus Zeitmangel in Flaschen urinieren müssen. Jetzt gab Amazon einen Fehler zu – wenn auch nur halbherzig.

Ende März hatten mehrere US-Medien von Amazon-Mitarbeitern und -Mitarbeiterinnen berichtet, die während der Arbeit keine Toiletten aufsuchen konnten und sich in Tüten und Flaschen erleichtern mussten. Neben Bildern von den besagten Urinflaschen waren den Redaktionen dabei auch interne Dokumente zugespielt worden, denen zufolge Amazon über das Problem zumindest Bescheid wusste. 

Dennoch hatte sich ein offizieller Account des Unternehmens auf Twitter recht weit aus dem Fenster gelehnt: In einem Gespräch mit dem US-Abgeordneten Mark Pocan wies Amazon die Vorwürfe von sich und beschrieb sie als Lüge. In einem Beitrag auf dem Firmen-Blog rudert der Konzern in der Sache nun zurück und entschuldigt sich – ausschließlich bei Pocan. 

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