Das betroffene Gebiet erstreckt sich von der Insel Flores in der Provinz Ost-Nusa Tenggara bis nach Osttimor. Die Zahl der Todesopfer wird derzeit insgesamt mit mindestens 75 angegeben. Die Behörden gehen aber davon aus, dass die Zahlen weiter steigen.

„Es gibt 55 Tote, aber diese Zahl ist sehr dynamisch und wird sich definitiv ändern“, sagte der Sprecher der indonesischen Katastrophenschutzbehörde Raditya Djati dem Sender MetroTV. „Der Schlamm und das extreme Wetter sind zu einer ernsthaften Herausforderung geworden, und die sich auftürmenden Trümmer behindern die Such- und Rettungsteams“, sagte Djati über die Situation.

Weite Teile im Osten des indonesischen Archipels sind von den Unwettern betroffen

„Wir vermuten, dass viele Menschen verschüttet sind, aber es ist nicht klar, wie viele vermisst werden“, sagte sein Kollege Alfons Hada Bethan, Leiter der Katastrophenschutzbehörde von Flores, über die Lage im Osten Indonesiens.

Hunderte Menschen wurden in der Provinz Ost-Nusa Tenggara, die aus mehreren Inseln besteht und in Nachbarschaft zu Osttimor liegt, evakuiert. Mehrere Brücken seien eingestürzt. Straßen würden zudem durch umgestürzte Bäume blockiert, teilte die Katastrophenbehörde mit. Dadurch würden die Such- und Rettungsaktionen erschwert. „14 Dörfer sind immer noch vollkommen abgeschnitten“, sagte der Vorsitzende des Bezirks Lembata, Thomas Ola, der Deutschen Presse-Agentur. Auf der Insel Lembata östlich von Bali starben mindestens 18 Menschen durch eine Schlammlawine.

Auch in dem kleinen Staat Osttimor gab es Tote. Nach Angaben von Regierungsbeamten starben mindestens 21 Menschen in Schlamm oder Fluten in der Nähe der Hauptstadt Dili.

Meteorologen gehen davon aus, dass der Klimawandel die Wetterextreme in Indonesien verstärkt

Erdrutsche und Sturzfluten sind auf dem indonesischen Archipel während der Regenzeit zwischen Oktober und April keine Seltenheit. Die Katastrophenschutzbehörde des Landes schätzt, dass fast die Hälfte der…