Elektronikhersteller
LG zieht sich aus Smartphone-Geschäft zurück

Der südkoreanische Elektronikhersteller LG wird keine Smartphones mehr produzieren. Foto: Lee Jin-Man/AP/dpa/Symbolbild

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Die Smartphone-Sparte von LG Electronics schreibt seit Jahren Verluste. Die einheimische wie internationale Konkurrenz ist zu stark geworden. Jetzt ziehen die Südkoreaner die Reißleine.

Der südkoreanische Elektronikhersteller LG schließt seine verlustbringende Smartphone-Sparte. Der Verwaltungsrat habe den Schritt am Montag gebilligt, teilte LG Electronics mit.

Es sei eine strategische Entscheidung, sich aus dem Bereich «mit unglaublich starker Konkurrenz» zurückzuziehen. Nach jahrelangen Verlusten in der Sparte hatte sich der Rückzug des einst drittgrößten Handy-Herstellers weltweit schon seit längerem angedeutet.

Das Unternehmen wolle nun seine Ressourcen auf Wachstumsbereiche wie etwa Teile für Elektrofahrzeuge, miteinander verbundene Geräte, Robotertechnik, intelligentes Wohnen, künstliche Intelligenz sowie Business-to-Business-Lösungen konzentrieren, hieß es. Die Stilllegung des «Geschäfts mit Mobiltelefonen» werde voraussichtlich bis Ende Juli abgeschlossen sein.

Die Geräte, die noch auf Lager seien, sollen aber weiter zum Verkauf angeboten werden. LG will auch den Geräteservice weiter unterstützen und Software-Aktualisierungen für seine Kunden anbieten. Einzelheiten zur Beschäftigungssituation würden auf lokaler Ebene geregelt.

Das hinter Samsung Electronics zweitgrößte südkoreanische Elektronikunternehmen kündigte zudem an, weiter Mobilfunk-Technologien wie 6G zu entwickeln, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit in anderen Geschäftsbereichen zu stärken. 6G gilt als die nächste Stufe der superschnellen Mobilfunkstandards.

Die Ankündigung von LG über seinen Rückzug…