FC Valencia
„Du bist nicht allein“: Rassismus-Vorfall überschattet Spaniens Fußball

Valencias Mouctar Diakhaby in einem Spiel gegen Atletico Madrid

© Enrique de la Fuente / DPA

Ein Rassismus-Vorfall überschattet ein Spiel in der spanischen Primera División. Die Partie des FC Valencia wird lange unterbrochen und dann doch fortgesetzt. Die Umstände sorgen für Ärger und Fragen.

Mouctar Diakhaby saß mit verschränkten Armen und starrem Blick auf der Tribüne, als das Spiel, das den spanischen Fußball erschütterte, fortgesetzt wurde. Der 24-Jährige vom FC Valencia, seinen Teamkollegen zufolge „am Boden zerstört“, soll während der Partie beim FC Cádiz rassistisch beleidigt worden sein. Es kam zu Tumulten. Nachdem seine Mitspieler den Rasen aus Protest verlassen hatten, blieb die Partie am Sonntagabend 24 Minuten unterbrochen, ehe sie unter fragwürdigen Umständen erneut angepfiffen wurde. Ohne Diakhaby, aber mit dem möglichen Täter.

„Was heute geschehen ist, sollte sich im Fußball niemals wiederholen“, teilte der FC Valencia mit und machte deutlich, dass der Schiedsrichter in der Pause auf mögliche Strafen bei einem Spielabbruch hingewiesen habe. Diakhaby habe seine Mitspieler gebeten, auf den Rasen zurückzukehren und zu kämpfen, schrieb der Verein. Der Abwehrspieler selbst verzichtete. „Du bist nicht allein“, titelte die Madrider Sportzeitung „Marca“ am Montag groß auf ihrer ersten Seite, die aus Zeichen der Trauer und Solidarität weitgehend schwarz war.

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