TV-Kritik

„Die Höhle der Löwen“
So wie Dagmar Wöhrl hat sich noch kein Löwe über den Tisch ziehen lassen

Das Start-up Pocketsy buhlte auch um die Löwen

© TV Now

von Mark Stöhr

05.04.2021, 22:55 Uhr

Besteck, das man essen kann, ist supersinnvoll, aber nicht gerade die Erfindung der Raketenwissenschaft. Trotzdem entwickelte sich aus dem Geschacher um einen Deal eine Kraftprobe zwischen Löwen und Gründern, bei der Dagmar Wöhrl am Ende ziemlich alt aussah.

Herzliche Umarmung oder Ellenbogen-Check – in der aktuellen „DHDL“-Folge gehen die Nähe- und Distanz-Regeln wild durcheinander, was den unterschiedlichen Produktionsetappen geschuldet ist. Schon schräg für das gegenwärtige Empfinden, wenn Carsten Maschmeyer zwei Kandidaten Backstage folgt und ihnen eine Aerosolwolke aus Versprechungen ins Gesicht haucht. Hoffentlich herrscht in der nächsten Staffel wieder Klarheit, und Ralf Dümmel kann aus seinem Sessel aufspringen und ausrufen: „Das machen wir ganz groß, lass dich drücken!“

Die präsentierten Produkte:

• Pocketsy – BH mit Taschen

Easy Beebox – Bienenkasten für Einsteiger

Flüwa – Wasserwaage mit ausklappbarem Flügel

Kulero – Essbare Löffel

Munevo Drive – Rollstuhl-Steuerung mit Datenbrille

Die stärksten Nerven

Da blieb selbst den hartgesottensten Löwen die Spucke weg. Was die Erfinder von Kulero an Verhandlungshärte und Nervenstärke an den Tag legten, könnte als Superlativ in die Geschichte der Show eingehen. Das Produkt – ein essbarer Löffel – will das globale Plastikproblem lösen. In Indien, wo einer der beiden Gründer seine Wurzeln hat, wurden damit bereits sechs Millionen Einweglöffel ersetzt. Nils Glagau, Nico Rosberg und Dagmar Wöhrl stiegen als Dreierteam ein und boten…