Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und CDU-Chef Armin Laschet hat sich angesichts der dritten Corona-Welle für einen harten und kurzen Lockdown im April ausgesprochen. Dieser »Brücken-Lockdown« soll die Phase überbrücken, bis die Inzidenzzahlen so niedrig sind, dass Tests und Nachverfolgungen tatsächlich funktionieren und viele Menschen geimpft seien, sagte Laschet im Impfzentrum Aachen. Im Mai oder Juni könne man dann in eine »andere Phase« kommen.

Die Kontakte im privaten Bereich, aber auch am Arbeitsplatz müssten weiter verringert werden, möglicherweise auch durch Ausgangsbeschränkungen »in den Abend- und Nachtstunden«. Deutschland befinde sich in einer »Ausnahmesituation«, in der jetzt schnelles Handeln notwendig sei.

Er habe über das Osterwochenende Fachmediziner zurate gezogen und sei sich bei seiner Einschätzung mit vielen Ministerpräsidenten, der Kanzlerin und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn einig, sagte Laschet. Es seien nun mehr Tempo und klare Entscheidungen notwendig.

Laschet will Ministerpräsidentenkonferenz vorziehen

Laschet warb deshalb dafür, die Ministerpräsidentenkonferenz vom 12. April auf diese Woche vorzuziehen. Die Ministerpräsidenten sollten sich persönlich treffen und nicht nur per Videokonferenz. Die dort beschlossenen Maßnahmen müssten »sorgsam« vorbereitet und von allen mitgetragen werden, auch von den Ländern, die niedrige Inzidenzzahlen hätten. »Wir dürfen nicht wieder eine Ministerpräsidentenkonferenz erleben wie beim letzten Mal – mit stundenlangen Diskussionen, mit stundenlangen Auszeiten.«

Noch vor Beginn der Sommerferien würden deutlich mehr als die Hälfte der Deutschen einmal geimpft seien, das Impftempo steige ab April deutlich, sagte Laschet weiter. »Das rettende Ziel ist nah. Auf den letzten Metern brauchen wir diese Kraftanstrengung.«

Mehr müsse zudem im Bereich Homeoffice getan werden. »Es sind immer noch viel zu viele Menschen in Bewegung zum Arbeitsplatz«, sagte Laschet. In den…