Meinung

Borussia Dortmund
BVB-Kapitän Marco Reus: Sein Frust-Abgang ist nicht zu akzeptieren

Marco Reus schleicht im Spiel gegen Eintracht Frankfurt frustriert vom Platz

© Lars Baron / Getty Images

BVB-Kapitän Marco Reus spielt eine durchwachsene Saison – so wie die gesamte Mannschaft. Sein Verhalten bei der Auswechslung ist für einen Führungsspieler dennoch peinlich. Ein Anführer spielt nicht den Beleidigten, sondern zeigt, dass das Team weiter kämpfen soll. 

Von JochenTittmar

Marco Reus musste in der jüngeren Vergangenheit einiges über sich ergehen lassen. Zunächst war da der fiese Tritt von Herthas Vladimir Darida vor drei Wochen, der ihm eine Prellung am Fußgelenk bescherte und die drei letzten Länderpflichtspiele vor der Europameisterschaft kostete.

Da der Kapitän von Borussia Dortmund daher zu Hause bleiben musste, schoben ihn die Vereinsmedien vor die Kamera. Dort lieferte er sich mit der Sängerin Sarah Lombardi ein Spiele-Duell für einen BVB-Sponsor und Dialoge aus der Hölle.

Welche Außenwirkung eine solche „Show“ für den Verein, gewissermaßen aber für alle Wirtschaftsunternehmen im Profifußball hat, mag jeder für sich beurteilen. Weniger zweideutig ist da schon die Außenwirkung, die mit einer Auswechslung von Reus verbunden ist.

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Der 31-Jährige ist als Spielführer und gebürtiger Dortmunder das Aushängeschild des BVB. Auf ihn wird geschaut, ihm wird zugehört, intern wie extern. Es ist daher schon deutlich mehr als „kein großes Thema“, wie Interimscoach Edin Terzic am Samstag Glauben machen wollte, wenn Reus bei seiner bereits 20. Auswechslung im 38. Pflichtspiel lustlos vom Platz…