Atomabkommen
Positive Vorzeichen vor neuen Atom-Gesprächen mit dem Iran

Irans Atomchef Ali Akbar Salehi: «Wir sind dabei, aus der Sackgasse rauszukommen.» Foto: Ronald Zak/AP/dpa

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Einst gefeiert, dann von der US-Regierung unter Trump als gefährliches Stückwerk diskreditiert: Das Atomabkommen mit dem Iran. Es könnte gerettet werden – guter Wille auf allen Seiten scheint vorhanden.

Die Versuche zur Rettung des Atomabkommens mit dem Iran treten in eine alles entscheidende Phase. Ein Treffen von Spitzendiplomaten am Dienstag in Wien soll der Auftakt zu einer Serie von Gesprächen zunächst auf Ebene technischer Experten sein.

Das Ziel ist ein Fahrplan, der die Rückkehr der USA zu dem Abkommen ebnen und den Iran zur erneuten Einhaltung der Auflagen motivieren soll. Die Runde ist der erste ernsthafte Dialog seit der Amtsübernahme von US-Präsident Joe Biden, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger Donald Trump das Abkommen wiederbeleben will. Teheran hat im Vorfeld positive Signale gesendet. «Wir sind dabei, aus der Sackgasse rauszukommen», hatte Irans Atomchef Ali Akbar Salehi die neuen Gespräche gelobt.

Das Abkommen von 2015 gilt als ein wichtiger Baustein zur Rüstungskontrolle. Es soll die Islamische Republik am Bau einer Nuklearwaffe hindern. Die in Aussicht gestellte wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Iran kam aufgrund des Kurswechsels unter Trump aber nie zustande. Stattdessen setzten die USA wieder Sanktionen ein, weil sie dem Iran zutiefst misstrauten. Teheran verstieß daraufhin gegen immer mehr Auflagen und hat inzwischen seine Uranvorräte, die zum Bau einer Bombe nötig sind, erheblich aufgestockt.

Die fünf verbliebenen Partner des Deals – Russland, China, Deutschland, Frankreich und Großbritannien – haben in den vergangenen zwei Jahren in seltener Eintracht versucht, das Abkommen am Leben zu erhalten.