Anläßlich des Welttags der Minenaufklärung sagte Bärbel Kofler, täglich würden Menschen den Minen zum Opfer fallen -“ oft lange nach dem Ende der eigentlichen Kampfhandlungen“. Vor allem nicht-staatliche Gewaltakteure setzten immer häufiger improvisierte Sprengfallen ein. Auch deshalb habe die Zahl der Minenopfer in den vergangenen Jahren zugenommen, so die Menschenrechtsbeauftagte der Bundesregierung.

Kofler betonte zudem: „Wo Minen liegen, sind Ackerbau und Viehwirtschaft nicht möglich. Jeder Weg zur Arbeit, zum Markt oder zu einer Behörde wird zur Risikofahrt. Das schwächt die wirtschaftlichen Grundlagen und mindert die Chancen vieler Menschen auf ein Leben in Würde.“

Minen räumen nicht nur in Bosnien

Noch Jahre und Jahrzehnte nach dem Ende von Kampfhandlungen brächten Minen Schrecken und Terror. In Kolumbien, Bosnien und Herzegowina oder Somalia lägen immer noch Minen unter der Erde. Die betroffenen Länder bräuchten Unterstützung. „Darum hat Deutschland 2019 mit Bosnien und Herzegowina eine Minenräum-Partnerschaft geschlossen. Kolumbien und Somalia gehören zu den Schwerpunktländern der Strategie für humanitäres Minen- und Kampfmittelräumen“, so die SPD-Politikerin.

Auch in Afghanistan liegen viele Minen unter der Erde versteckt, hier ein Minenräumer in Kabul

Deutschland sei weltweit einer der engagiertesten Staaten im Bereich Minenräumung. 2020 habe die Bundesregierung dafür fast 50 Millionen Euro bereitgestellt. Ende Mai 2021 wird Deutschland den Angaben zufolge als Gastgeber eine UN-Konferenz zum Minenräumen mitaustragen.

Außerdem habe Deutschland 2020/21 den Vorsitz der Mine Action Support Group inne. „In diesen beiden Rollen wird Deutschland weiter dazu beitragen, dass die Staaten besser zusammenarbeiten und Hilfe bei den Betroffenen ankommt“, sagte Kofler. Im Dezember 2005 hat die UN-Generalversammlung den Tag der Minenaufklärung jährlich am 4. April ins Leben gerufen.

Die Hilfe der Riesenhamsterratte

Die belgische Organisation Apopo aus…