In Jordanien ist Prinz Hamsa bin Hussein nach eigenen Angaben unter Hausarrest gestellt worden – in Zusammenhang mit einer angeblichen Verschwörung gegen König Abdullah II. Die BBC veröffentlichte ein Video, das der 41 Jahre alte Prinz aus seinem Arrest aufgenommen und dem britischen Sender mithilfe seines Anwalts zugespielt haben soll. Darin erhebt er schwere Vorwürfe gegen König Abdullah II. – seinen Halbbruder – und spricht von Festnahmen, Einschüchterung und Drohungen gegen Kritiker des Königs. Dessen Gegner wolle die unfähige und korrupte Regierung offenbar mit allen Mitteln mundtot machen.

Fast zeitgleich zur Wortmeldung des Prinzen hatte die „Washington Post“ über die Festnahme von fast 20 Menschen in Zusammenhang mit einem angeblichen Komplott gegen König Abdullah II. berichtet. Die Zeitung schrieb unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsvertreter im Nahen Osten, der über den Fall in Kenntnis gesetzt worden sei, von Ermittlungen zu einer „komplexen und weitreichenden“ Verschwörung. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür nicht.

Abdullah II. regiert seit mehr als 20 Jahren

Jordanien ist ein Schlüsselpartner der USA im arabischen Raum und gilt im Vergleich zu einigen seiner regionalen Nachbarn als weitgehend stabil und sicher. König Abdullah II. regiert das Land seit 1999 und hat seine Führungsstärke in mehreren Krisen unter Beweis gestellt.

Prinz Hamsa sagt in dem Video, der Generalstabschef habe ihn am Samstag besucht und darüber informiert, dass er das Haus nicht verlassen und keinen Kontakt zur Außenwelt haben dürfe. Seine Telefon- und Internetverbindung sei gekappt worden. „Ich bin nicht Teil irgendeiner Verschwörung oder ruchlosen Organisation oder Gruppe mit ausländischer Unterstützung“, beteuerte der Prinz.

Hier herrschte noch Harmonie zwischen Abdullah II. und dem Prinzen – das Bild stammt aus dem Jahr 2012

Die jordanische Staatsagentur Petra berichtete lediglich, dass zwei hochrangige Männer und weitere Verdächtige „aus…