Gestohlen wurden Datensätze mit den personenbezogenen Daten von mehr als 533 Millionen Facebook-Nutzern aus 106 Ländern. Diese sind nun in einem Hacker-Forum im Internet veröffentlicht worden, wie Alon Gal, Technologie-Chef des Unternehmens Hudson Rock, im Onlinedienst Twitter mitteilte. Die Firma trägt Informationen über Cyberkriminalität zusammen. Gal warf Facebook „absolute Nachlässigkeit“ vor.

Laut Sicherheitsexperten ist nur geringes IT-Wissen erforderlich, um sich die Daten in dem Forum ansehen zu können. Die Fachleute warnen, die Informationen könnten auch dazu verwendet werden, die Identität einer anderen Person anzunehmen.

Zu den veröffentlichten Nutzerdaten zählen nach einem Bericht des Portals „Business Insider“ vollständige Nutzernamen, Geburtsdaten, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und mitunter auch der Beziehungsstatus.

Facebook zeigt sich entspannt 

Facebook, das größte soziale Netzwerk weltweit, versuchte, die Brisanz des Falls herunterzuspielen. Es handele sich um kein neues Problem, meinte die Pressestelle des in Kalifornien ansässigen Unternehmens. Die Daten seien bereits 2019 abgegriffen worden. „Wir haben das Problem im August 2019 entdeckt und gelöst“, hieß es weiter.

Der Firmensitz in Menlo Park, Kalifornien

Es ist nicht der erste Skandal um Nutzerdaten, für den Facebook in der Kritik steht. Schon 2019 waren Telefonnummern von 420 Millionen Nutzern im Netz aufgetaucht, nachdem eine Funktion zur Freundessuche für den Datenklau missbraucht worden war. Die Telefonnummern waren zwar nicht offen sichtbar, konnten jedoch über automatisierte Anfragen – sogenanntes „Scraping“ – in großem Stil abgerufen werden. Das verstieß gegen Facebook-Regeln, war aber technisch möglich, bis das Online-Netzwerk die Funktion schließlich abschaltete. Sind solche Daten erst einmal abgegriffen, kann ihre Verbreitung im Netz kaum noch gestoppt werden.

2016 hatte die britische Beratungsfirma Cambridge Analytica die persönlichen Daten von Millionen…