Forschung
Mittelstand: Innovationsstopp in Krise verhindern

Der Mittelstand fürchtet einen Rückgang der Forschung durch die Pandemie. Foto: Sina Schuldt/dpa/Symbolfoto

© dpa-infocom GmbH

Schon vor der Corona-Pandemie machen Experten ein Innovationsproblem in Deutschland aus. Und in der Krise fahren Unternehmen Ausgaben für Forschung oft herunter – vor allem kleine und mittlere Firmen.

In der Corona-Krise darf aus Sicht des Mittelstands-Netzwerks AiF nicht am falschen Ende gespart werden. So dürfe die Forschungsförderung nicht zu kurz kommen. Zwar würden die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie durch einen Milliarden-Schutzschirm abgefedert.

«Doch gerade jetzt kommt es darauf an, mittelständische Firmen in ihrer Innovationsaktivität gezielt zu unterstützen», fordert AiF-Präsident Sebastian Bauer. Angesichts steigender Corona-Staatsschulden sei die Gefahr groß, dass nach der Krise an der Forschung gespart werde.

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) führt Mittelstandsfirmen und Forschung zusammen. Kleine und mittlere Betriebe haben im Gegensatz zu großen Konzernen häufig keine eigene Abteilung für Forschung und Entwicklung. Über das AiF-Netzwerk mit 100 Forschungsvereinigungen, mehr als 50 000 eingebundenen Unternehmen und 1200 beteiligten Forschungseinrichtungen soll ihnen Zugang zu Technologien erleichtert werden. Möglich ist dies über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) und die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF).

Bei der von der AiF mit Bundesmitteln organisierten Gemeinschaftsforschung bündeln Wissenschaftler, Mittelständler sowie Netzwerke ihre Kompetenzen. Die Ergebnisse kommen einer ganzen Branche zugute – ein 1954 eingeführtes System. In der ZIM-Förderung etwa befinden sich den Angaben zufolge derzeit mehr als 80 Vorhaben zu Themen, die zur Bewältigung der Pandemie beitragen können.