Untermalt von dramatischer Musik eines Chors und eines Orchesters sowie einer Lichtshow reisten die Mumien – 18 Könige und vier Königinnen, nach Alter sortiert, in eigens für diese Parade angefertigten goldfarbenen Pharaonenwagen. Diese wurden, um Erschütterungen zu mindern, extra mit einem Luftfedersystem versehen.

Kostümierte Statisten in der Nähe des Tahrir-Platzes

Die Mumien lagen seit mehr als einem Jahrhundert im Ägyptischen Museum am Tahrir-Platz im Zentrum von Kairo. Ihr künftiges Zuhause ist das neu errichtete Nationalmuseum der Ägyptischen Zivilisation (NMEC) im Süden der Stadt. An diesem riesigen modernen Ausstellungskomplex war seit Jahren gebaut worden.

Mitglieder einer Marschkapelle

Die Verlegung der Pharaonen erfolgte ganz nach antikem Vorbild, als verstorbene Herrscher mit großem Pomp zu ihren Grabstätten geleitet wurden. Zahlreiche kostümierte Darsteller und Reiter zogen Teile des sieben Kilometer langen Weges mit. Zum Schutz der kostbaren Mumien war ein großes Sicherheitsaufgebot im Einsatz. Streckenabschnitte wurden für Fahrzeuge und Fußgänger gesperrt.

Der altägyptische König Amenhotep I. regierte von 1525 bis etwa 1504 v. Chr.

Unter den verlegten Mumien ist auch die des bedeutenden Pharaos Ramses II.. Er wurde „Der Große“ genannt und herrschte ab 1279 vor Christus für 66 Jahre über Ägypten. Er ließ die zwei Tempel von Abu Simbel errichten und führte sein Land nach mehreren Kriegen in einer relativ langen Friedenszeit zu Wohlstand.

Verlegt wurde auch die Mumie der legendären Pharaonin Hatschepsut. Die Tochter und Frau ägyptischer Könige hatte gut 1400 Jahre v. Chr. zunächst die Regentschaft für ihren minderjährigen Stiefsohn Thutmosis III. übernommen. Schließlich ließ sie sich selbst zur Herrscherin Ägyptens krönen. Unter ihr blühte der Handel im alten Ägypten.

Bei aller Tradition – Zeit für ein „modernes Selfie“ muss auch sein

Die „Goldene Parade der Pharaonen“ markiere „das Ende von viel Arbeit, um…