Was ist der Ausweg aus der Pandemie? Große Hoffnungen ruhen auf den Impfkampagnen, nun gibt es einen neuen Vorstoß aus der Bundesregierung: Gesundheitsminister Spahn möchte bestimmten Menschen mehr Freiheiten zurückzugeben: »Wer geimpft ist, kann ohne weiteren Test ins Geschäft oder zum Friseur. Zudem müssen nach Einschätzung des RKI vollständig Geimpfte auch nicht mehr in Quarantäne«, sagte der CDU-Politiker der »Bild am Sonntag«.

Die Ankündigung löste geteilte Reaktionen aus. »Natürlich müssen, wenn die wissenschaftlichen Daten die Unbedenklichkeit bestätigen, Geimpfte alle Rechte wieder in Anspruch nehmen können«, sagte Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach unterstützt Spahns Vorschlag, da sich gezeigt habe, »dass Geimpfte sich nur noch selten anstecken und sie wahrscheinlich bei Ansteckung nicht mehr ansteckend für andere sind.« Allerdings sollte das jeweils nur nach der zweiten Impfung gelten, sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, schrieb auf Twitter: »Wenn feststeht, dass von einem Menschen weder für sich noch für andere eine Gefahr ausgeht, dann hat der Staat kein Recht, seine Freiheit einzuschränken.« Sollten Spahn und Lauterbach das jetzt auch so sehen, dann sei das »doch eine schöne Osteroffenbarung«.

AfD-Fraktionschefin Alice Weidel sagte dagegen, was als »mehr Freiheiten für Geimpfte« verkauft werde, sei nichts anderes als eine Stigmatisierung derer, die noch nicht geimpft seien oder sich nicht impfen lassen wollen. Die AfD fordere, alle Grundrechtseinschränkungen unverzüglich für alle Bürger aufzuheben.

In einem Bericht des Robert Koch-Instituts an das Bundesgesundheitsministerium heißt es: »Nach gegenwärtigem Kenntnisstand ist das Risiko einer Virusübertragung durch Personen, die vollständig geimpft wurden, spätestens zum Zeitpunkt ab dem…