Papst Franziskus rief in der Osternacht im Petersdom zu einem Neubeginn nach „dunklen Monaten der Pandemie“ auf. „Es ist immer möglich, neu anzufangen“, sagte er am Samstagabend. Der auferstandene Jesus lade dazu ein, niemals die Hoffnung zu verlieren. Auch aus dem Scherbenhaufen der Menschheitsgeschichte habe Gott etwas Neues entstehen lassen. 

Den Gottesdienst feierten etwa 200 Gläubige und Geistliche mit. Aus Vorsicht vor Ansteckungen mit dem Coronavirus war nur eine begrenzte Zahl an Menschen zugelassen. Zu Beginn trug der Pontifex die Osterkerze – das Licht Christi – in den dunklen Petersdom. 

Wegen der hohen Infektionszahlen gilt seit Monaten in Italien eine Ausgangssperre ab 22 Uhr. Das ganze Land befindet sich zudem über die Ostertage in der Roten Zone mit den strengsten Corona-Regeln. Im Vatikanstaat gelten größtenteils dieselben Beschränkungen wie in der italienischen Hauptstadt Rom.

Feier der Auferstehung

Weltweit feierten die Kirchen in der Osternacht die Auferstehung Jesu. In Deutschland bezeichnete der Limburger Bischof Georg Bätzing das Osterfest als einen „genialen Einfall Gottes“. In der Auferweckung seines Sohnes mache Gott deutlich, „wie sehr er am Leben jeder und jedes Einzelnen hängt“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz bei der Osternachtsfeier im Limburger Dom.

Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm rückte die Arbeit von Frauen während der Corona-Krise in den Mittelpunkt seiner Osterbotschaft

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, erinnerte an die Kraft der Auferstehungsbotschaft in Zeiten der Krise. Ausgehend von der biblischen Ostergeschichte, in der zwei Frauen die ersten Botschafterinnen der Auferstehung Jesu waren, hob Bedford-Strohm besonders den Einsatz der Frauen in der Corona-Krise hervor: 80 Prozent der in der Krankenpflege Tätigen seien Frauen, in der Altenpflege seien es sogar 83 Prozent. „Sie helfen und trösten die Covid-Kranken in den Heimen…