Mit UV-C-Licht gegen Viren und Bakterien. Und schon sieht das Flugzeug eher aus wie ein Raumschiff. So soll in Zeiten der Pandemie – und auch für die Zeit danach – das Sicherheitsgefühl beim Reisen erhöht werden.

Mehdi Genin, Sprecher von Helvetic Airways:
»Als Fluggesellschaft ist es gerade sehr wichtig, das Vertrauen in Flugreisen wieder zu gewinnen. Wenn unsere Passagiere und unsere Crew also wissen, dass unser Flugzeug sicher ist, dass es hier kein Virus gibt, könnte das dabei helfen, wieder ein gutes Gefühl dabei haben, zu fliegen.«

Es gibt verschiedene Unternehmen, die an der Technik arbeiten. Dieses Modell gehört der Schweizer Firma UVeya, die das Gerät mit der Fluggesellschaft Helvetic Airways testet. Nach Angaben des Herstellers beseitigt die Methode 99 Prozent aller Viren in der Luft und auf Oberflächen. Für Flugzeuge dieser Größe, mit einem Gang, braucht der Roboter 13 Minuten. Ein Mensch könnte das nicht leisten, erst recht nicht so gründlich. Zudem sprechen gesundheitliche Faktoren für den Einsatz von Robotersystemen.

Jodoc Elmiger, Mitgründer von UVeya:
»Es ist eine recht alte Technologie, aber sie ist recht gefährlich. Deshalb wollen wir die Arbeiter außerhalb der Reichweite des Lichts halten. Deshalben haben wir den Roboter gebaut. Es gibt auch Lösungen, bei denen man dem Licht nahekommt. Das ist gefährlich. Deshalb brauchten wir ein autonomes System. Wir schalten es an, lassen die Maschine das ganze Flugzeug desinfizieren und dann hört sie automatisch auf. Der Arbeiter ist also nicht in Kontakt mit der Maschine.«

Denn würden Menchen dem Licht direkt ausgesetzt, könnte das zu Schäden an Augen und Haut führen. Zertifiziert ist die UVeyas Roboter bisher noch nicht. Und ohnehin ist klar: Die Technik würde nur einen Teil des Problems lösen. Infektionen zwischen den Passagieren während des Flugs wären auch dann noch möglich. Und das Virus am Urlaubsort und damit weiter in der Welt zu verbreiten, sowieso.