Deutschland befindet sich mitten in der dritten Corona-Welle, die Folgen machen sich auch auf den Intensivstationen bemerkbar. Gleichzeitig schreitet die Impfkampagne zwar schleppend, aber stetig voran. Die wichtigsten Informationen zur aktuellen Situation.

Wie entwickelt sich die Inzidenz?

Seit Mitte Februar steigt die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen in Deutschland stark an, etwa seit Mitte März hat sich die Entwicklung noch einmal beschleunigt. Am Karfreitag wurden dem Robert Koch-Institut innerhalb von 24 Stunden 18.129 neue Fälle gemeldet. Die Zahl der Todesfälle stieg um 120. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt damit bei rund 131 gemeldeten Infektionen pro 100.000 Menschen und Woche.

Zwar schwankt der 7-Tage-R-Wert seit wenigen Tagen um die eins, das heißt, dass jeder Infizierte im Schnitt nur noch einen weiteren Menschen ansteckt. Solange das so bleibt, wird der Ausbruch zwar nicht kleiner, aber auch nicht größer. Grund für Entwarnung gibt es trotzdem noch nicht.

»Im Rahmen der tagesaktuellen Berichterstattung können an einzelnen Tagen und auch an wenigen Tagen hintereinander Schwankungen der 7-Tage-Inzidenzen und des R-Werts auftreten, die nicht überbewertet werden sollten«, schreibt das RKI. Das Risiko einer weiteren starken Zunahme der Fälle ist demnach noch immer deutlich erhöht.

Nach Ostern könnten die Zahlen zudem weniger aussagekräftig sein, da aufgrund der Feiertage wahrscheinlich weniger Menschen zum Arzt gehen und sich testen lassen werden. Dies könnte zu einem trügerischen Rückgang der gemeldeten Infektionen führen. So war es zumindest um Weihnachten.

Wie groß ist der Einfluss von B.1.1.7?

Dass sich Sars-CoV-2 trotz Kontaktbeschränkungen wieder ausbreitet, lässt sich zum Großteil durch die deutlich ansteckendere Variante B.1.1.7 erklären. Sie dominiert mittlerweile das Infektionsgeschehen in Deutschland. Das heißt: Bei neuen Infektionen ist sehr wahrscheinlich, dass sich die Betroffenen mit B.1.1.7 angesteckt haben:

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