Strafe im Fußball
50 Jahre Rote Karte: Das sind die schnellsten und kuriosesten Platzverweise

Weil er es kann: Schiedsrichter Sascha Stegemann (r.) zeigt Nico Schlotterbeck von 1. FC Union Berlin die rote Karte

© Thomas Frey / Picture Alliance

Jemandem die Rote Karte zeigen – das sagt man längst nicht mehr nur im Sport. In der Fußball-Bundesliga ist sie sichtbares Zeichen für den Platzverweis., ein unerlässliches Sanktionsinstrument. Vor einem halben Jahrhundert wurde das erste Mal gezückt.

Ein Tritt in den Hintern des Gegenspielers, der ihn zuvor böse gefoult hatte, bescherte Eintracht Frankfurts Friedel Lutz am 3. April 1971 die erste Rote Karte der Bundesliga-Geschichte. Dem Schiedsrichter sei nichts anderes übrig geblieben, als ihn vom Platz zu stellen, resümierte Lutz bei einem Treffen mit eben jenem Referee Wilfried Hilker vor einigen Jahren lachend.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) führte die Gelbe und die Rote Karte als optische Signale für Verwarnung und Platzverweis zur Rückrunde der Bundesliga-Saison im Januar 1971 ein. Das System habe sich „zur Verdeutlichung der Entscheidungen gegenüber Spielern und Zuschauern“ bei der Weltmeisterschaft in Mexiko 1970 bewährt, begründete der DFB das damals in seinem Pressedienst.

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Auch über den inzwischen verstorbenen Lothar Kobluhn wurde und wird ebenfalls an mancher Stelle geschrieben, er habe die erste Rote Karte der Bundesliga bekommen – im Oktober 1970. Kann das wirklich sein? Antwort: nein. Denn den Platzverweis an sich gab es zwar schon länger, wie der DFB schreibt. Aber eben nicht die Karte als Symbol dafür.

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